FSV-Trainer Minker sieht gute Hinserie bestätigt

+
Auch wenn beim 1:1 der FSV um Emre Aydin (rechts) gegen den FC Lennestadt nicht alles zusammenpasste, blicken die Werdohler einmal mehr auf eine positive Serie: Nur eines der vergangenen acht Spiele ging verloren.

Werdohl - Zwar ist die Saison in der Fußball-Landesliga noch nicht beendet. Doch Trainer Carsten Minker schaut bereits über den Tellerrand des eigenen Teams hinaus – und maß dem 1:1 der FSV gegen den FC Lennestadt daher untergeordnete Bedeutung bei.

Vielmehr steht für den künftigen Sportlichen Leiter im Vordergrund, dass die zweite Mannschaft der Werdohler den Klassenerhalt in der Bezirksliga schafft. Genau deswegen schickte Minker am Sonntag mit Dustin Langenberg, Marius Maus, Florian Neuke und Redouane El Alami vier Akteure zur von Uwe Grube gecoachten Zweitvertretung.

Damit bestanden beim 2:1-Erfolg der FSV II gegen die VSV Wenden drei Viertel der Werdohler Abwehrkette aus Akteuren, die eigentlich Stammpersonal in der Landesliga sind. „Man sieht, dass dann eine gewisse Stabilität da ist“, so der FSV-Cheftrainer. Hinzu hätte eigentlich noch Angreifer Gian-Marco De Luca kommen sollen, der sich aber erkrankt abmeldete. Dafür stellte sich FSV-Kapitän Manuel Sander für 30 Minuten in den Dienst der Reserve.

Angesichts der Ergebnisse beider Teams haben sich die Maßnahmen ausgezahlt. „Der Sonntag war für uns als Verein wichtig“, betonte Minker, der gestand, dass für ihn die Verteilung von drei Punkten an die Zweite und einem an seine Schützlinge „die bessere Variante“ war.

Trotz der personell etwas ungewohnten Besetzung und der Tatsache, dass der große tabellarische Druck für die sechstplatzierte Landesliga-Elf in den verbleibenden fünf Begegnungen nicht mehr vorhanden sind, war Minker nicht mit allem einverstanden, was er gegen Lennestadt zu sehen bekam.

Dazu gehören beispielsweise die Kontersituationen: Minkers Idee, seine Elf tief in der eigenen Hälfte verteidigen zu lassen, um vor allem FCL-Torjäger Florian Friedrichs keine Räume zu bieten, ging auf. Denn die gesamte Offensive der Gäste, insbesondere Friedrichs, traten selten gefährlich in Aktion. Bei Ballgewinn am eigenen Strafraum waren die Werdohler um ein schnelles Umschaltspiel bemüht.

Doch wie schon in den vergangenen Wochen scheiterte ein erfolgreicher Abschluss dieser Gegenstöße über den emsigen Damiano Intravaia häufig an der fehlenden Genauigkeit im Passspiel. „In der zweiten Halbzeit war die Fehlerquote dann noch ein Stück höher. Damit kann ich nicht leben“, stellte Minker klar.

Unter dem Strich überwiegt aber auch bei ihm die Zufriedenheit über das große Ganze – nur eines der vergangenen acht Spiele ging verloren. „Damit haben wir die überraschend gute Hinrunde bestätigt“, unterstrich Minker. - Von Christian Müller

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare