Kraftsport

Ein Weltrekordhalter aus Plettenberg

Robin Spielmann, Calin Eschenasy und Udo Spielmann (von links) waren bei den Offenen Norddeutschen Landesmeisterschaften in Kropp erfolgreich.

Plettenberg - Drei Kraftsportler des Plettenberger Power Gym waren bei den Offenen Norddeutschen Landesmeisterschaften am Start und wussten durchweg zu überzeugen. 

Als Corona noch ein Randthema war und eher die im Wochenend-Rhythmus auftretenden Stürme die Schlagzeilen bestimmten, nahmen drei Kraftsportler des Plettenberger Power Gym erfolgreich an den Offenen Norddeutschen Landesmeisterschaften des World Powerlifting Congress (WPC) in Kropp teil. In der Gemeinde bei Schleswig fungierte die Kraftsportabteilung des TSV Kropp als Ausrichter der gut organisierten Titelkämpfe. 

Erstmals im Kraftdreikampf betätigten sich in Kropp die beiden Altenaer Udo und Robin Spielmann. Vater Udo (bis 75 kg) bewältigte Classic Raw, also nur mit Bandagen als Hilfsmittel, in der Klasse Master 55 bis 59 Jahre 325 Kilogramm (90 kg in der Kniebeuge, 85 kg im Bankdrücken und 150 kg im Kreuzheben). Er siegte in seiner Klasse ebenso wie Sohn Robin (bis 82,5 kg) bei den Junioren. Der Youngster, der Raw, also ohne unterstützende Hilfsmittel, startete, steigerte sich in der Kniebeuge bis auf 150 kg, schaffte 90 kg im Bankdrücken sowie 160 kg im Kreuzheben und belegte mit einer Gesamtleistung von 400 kg Rang eins. 

Calin Eschenasy trug in Kropp einen einlagigen Powerliftinganzug – der Fachbegriff lautet Single Ply – und griff in der Altersklasse 60 bis 64 Jahre und der Gewichtsklasse bis 75 kg erfolgreich die bestehenden Rekorde an. Schon sein erster Versuch in der Kniebeuge von 170 kg bedeutete eine neue nationale Bestleistung. Doch Eschenasy steigerte die Last über 200 kg bis auf 210 kg und meisterte sie jeweils erfolgreich. Gleiches gelang ihm im Bankdrücken. Nach 110 kg zum Einstieg ließ der Lüdenscheider erst 115 kg und schließlich 120 kg auflegen – alle Leistungen waren nicht nur Deutsche, sondern auch Weltrekorde. 

Weltrekordhalter Calin Eschenasy beim Kreuzheben.

Im Kreuzheben folgten die Bestleistungen sieben (180 kg) und acht (200 kg), wobei er für die 200 kg drei Versuche benötigte – zwei waren ungültig, Eschenasy erhielt aber noch einen vierten Versuch. Selbstredend war auch die Dreikampfleistung von 530 kg neuer Deutscher Rekord. Eschenasy verpasste mit der Relativpunktzahl von 897,4 Punkten als bester Heber der gesamten Veranstaltung nur knapp die 900 Punkte-Marke. 

Als nächster Wettkampf ist am 1. Mai die Deutsche Meisterschaft der Powerlifting Association Germany (P.A.G.) in Luxemburg vorgesehen, falls Corona den Athleten nicht noch einen Strich durch die Rechnung macht.

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