Handball, 3. Liga

Weite Fahrten, schlechter Quotient: SGSH zeigt sich wenig begeistert

Handball Zweikampf SGSH
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Gegen Gensungen geht es im Ligapokal nicht für die SGSH - der Hessenklub wurde der Gruppe C zugeordnet, die SGSH spielt in der Gruppe B eher gen Norden.

Die SGSH Dragons sollen ab dem 10. April in einer Sechser-Gruppe den Ligapokal-Wettbewerb der 3. Liga angehen. Mit Fahrten nach Aurich, Augustdorf, Ahlen, Cloppenburg und Bremen.

Schalksmühle – Die Rückkehr in den Spielbetrieb nimmt für den Handball-Drittligisten SGSH Dragons konkrete Formen an: Der Wettbewerb, der ab Mitte April parallel zur Aufstiegsrunde zur 2. Bundesliga stattfinden soll, wird offiziell Ligapokal heißen.

Die Dragons sollen in einer Sechser-Gruppe spielen, und zwar gegen zwei NRW-Rivalen (Ahlener SG und Team HandbALL Lippe II), zwei Niedersachsen-Teams (TV Cloppenburg und OHV Aurich) sowie den ATSV Habenhausen aus dem Bremer Handball-Verband. Sportlich sind sie in dieser Gruppe der Favorit.

Die DHB-Spielkommission um Andreas Tiemann (Hille) stellte den Vereinen am Montagabend im Rahmen einer Videokonferenz ihr Konzept vor. Noch mit Möglichkeiten zur Nachjustierung und Auswahl der Spielmodi, aber schon recht deutlich in der Zusammensetzung der Staffeln. Ein K.o.-Modus spielte in der Diskussion gar keine Rolle, bei den Gruppen legte die Kommission mehr Wert darauf, regional zu bleiben – die Bildung von gleichgroßen Gruppen hatte keinerlei Priorität.

Weite Fahrten, schlechter Quotient: SGSH zeigt sich wenig begeistert

Die Gruppen: In vier Gruppen sollen die DHB-Pokalplätze ausgespielt werden, wobei die Kommission sich weitestgehend an der Herkunft in den regulären Staffeln orientierte. In der Gruppe A (ehemals Nord-Ost) spielen Altenholz, Oranienburg, Burgdorf II, Magdeburg II, die HSG Ostsee und die Füchse Berlin II. Die SGSH spielt in der Gruppe B (sechs Teams).

Die Gruppe C (Gelnhausen, Bieberau, Rodgau Nieder-Roden, Bad Neustadt, Kirchzell, Saarlouis, Zweibrücken und Gensungen) und die Gruppe D (Leutershausen, Erlangen II, Oftersheim/Schwetzingen, Balingen II, TGS Pforzheim, Blaustein, Plochingen und Pforzheim-Eutingen) bestehen aus je acht Teams. Aus der regulären Staffel Nord-West der SGSH haben sieben Teams für den Ligapokal gemeldet – nur der Hessen-Vertreter aus Gensungen wurde nun einer anderen Gruppe zugeordnet.

Der Modus: In beiden Sechser-Gruppen könnte eine Hin- und Rückrunde gespielt werden (zehn Spieltage) oder alternativ eine einfache Hinrunde und anschließend eine verkürzte Rückrunde (acht Spieltage). Die Vereine haben die Wahl.

In den Achter-Gruppen gibt es auch die Wahlmöglichkeit: Entweder eine einfache Runde oder zwei Vierergruppen mit anschließenden Playoff-Spielen. Die Mannschaften jeder Gruppe können autark über ihren Modus abstimmen. So könnte zum Beispiel am Ende die eine Sechser-Gruppe einen anderen Modus spielen als die andere.

Der Zeitrahmen: Bis zum 23. März können sich Vereine noch zurückziehen. Bis zum 25. März müssen sich alle Vereine zu den Spielvarianten äußern. Spätestens am 29. März sollen die Staffeln angelegt werden. Der Ligapokal soll zwischen dem 10. April und 30. Mai ausgetragen werden. An Pfingsten ist ein Doppelspieltag angesetzt. Zu zehn regulären Spieltagen kommen fünf Ausweichspieltage unter der Woche. Hat eine Mannschaft ein Problem mit dem Auftaktdatum, dann könnte ihr Start in die Runde auf den 17. April verlegt werden.

„Das ist kein Vorwurf an die Kommission, aber wir hätten uns einfach mehr Mannschaften aus NRW gewünscht. Leider haben die nicht gemeldet.

Mark Schür (1. Vorsitzender der SGSH)

DHB-Pokal-Plätze: Die Kommission hat aufgerundet pro vier Bewerber (28 Mannschaften minus sechs Bundesliga-Reserveteams, die nicht teilnahmeberechtigt sind am DHB-Pokal) einen Platz ausgelobt. Pro Sechser-Gruppe gibt es einen Platz, pro Achter-Gruppe zwei Plätze. Die SGSH meldete Kritik an: In ihrer Sechser-Gruppe gibt es einen Platz für fünf Bewerber, in der Parallel-Sechser-Gruppe sind drei Zweitvertretungen, sodass hier ein Platz für nur drei Bewerber zur Verfügung stehen wird. Die Kommission versprach zu prüfen, ob für die SGSH-Gruppe ein Platz dazukommen könnte.

Die SGSH-Reaktion: Die SGSH hat in der Gruppe B eine Randlage, entsprechend viele weite Auswärtsfahrten. Dazu kommt bei den Qualifikationsplätzen die schlechteste Quotientenregelung. So fiel die Reaktion verhalten aus. „Unsere spontane Idee ist, dass man unsere Gruppe auch in zwei Dreier-Gruppen mit anschließenden K.o.-Spielen austragen könnte“, stellte Mark Schür, 1. Vorsitzender der Dragons fest und will diese „NRW-Lösung“ der Kommission noch vorschlagen.

Im Gespräch mit Trainer Mark Schmetz und dem Sportlichen Leiter Axel Vormann will man die Dinge am Mittwochabend nun erörtern und klären, ob die Konstellation mit dieser Sechser-Gruppe gemessen am hohen Aufwand und den entsprechenden Kosten attraktiv genug ist, um dort anzutreten. „Das ist kein Vorwurf an die Kommission“, sagt Schür, „aber wir hätten uns einfach mehr Mannschaften aus NRW gewünscht. Leider haben die nicht gemeldet.“

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