Polizei-Einsatz am Sonntag in der Fußball-Oberliga

Nach dem 0:0 gibt es Rangelei zwischen Ultras aus Ahlen und Fans des RSV

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Ultragruppierungen aus Meinerzhagen und Ahlen gerieten nach dem RSV-Spiel am Sonntag aneinander. Laut Polizeibericht provozierten die RWA-Anhänger die Auseinandersetzung.

[Update 13.39 Uhr] Ahlen – Im Vorfeld versprach RSV-Trainer Mutlu Demir, dass „es definitiv kein 0:0“ bei der Partie der Meinerzhagener in Ahlen geben würde. Doch der Übungsleiter behielt nicht Recht, mit eben diesem Ergebnis endete am Sonntag das Spiel zweier Spitzenmannschaften der Oberliga Westfalen. Die Gäste bleiben damit auf dem zweiten Rang, während die Ahlener in Lauerstellung auf dem fünften Platz liegen. Im Anschluss an die Partie gab es Ärger zwischen den Fans, wie die Polizei Warendorf am Montagmittag erst mitteilte.

Nach der Partie sei es zu Rangeleien zwischen der Ultragruppierung von Rot-Weiß Ahlen und Anhängern des RSV Meinerzhagen gekommen, so die Polizei.

"Vor dem Gästeeingang griffen gegen 17 Uhr etwa 15 Ahlener die Fans aus Meinerzhagen an und nahmen ihnen ein Banner weg. Dies ließen sich die Anhänger der Gästemannschaft nicht gefallen und holten das Banner zurück. 

Durch den Ordnungsdienst von Rot-Weiß Ahlen und alarmierte Polizeikräfte konnte die Situation beruhigt werden. Die Anhänger der Gästemannschaft bestiegen ihren Bus an der August-Kirchner-Straße. 

Dort wurden sie weiter von einer Kleingruppe der Ahlener Ultras provoziert. Die Polizei sprach Platzverweise aus. Es wurden mehrere Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Körperverletzung eingeleitet. Polizeikräfte begleiteten den Bus der Gästeanhänger in Richtung der Autobahnauffahrt", so die Polizei Warendorf.

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Grau, verregnet und nasskalt – wahrlich kein perfektes Fußballwetter. Aber die Mannschaften trotzten gleich zu Beginn den widrigen Verhältnissen. Es entwickelte sich eine Partie mit einer hohen Intensität und durchaus hart geführten Zweikämpfen, die aber nie ins Unfaire umschlug. 

Das erste Ausrufezeichen setzten die RSV-Akteure, Hakan Demir schlenzte das Kunstleder sehenswert aus knapp 20 Metern an den Pfosten, der Ahlener Schlussmann Schipmann hätte in dieser Szene den Einschlag nicht verhindern können (10.). 

Doch auch der Zweitligist früherer Tage blieb nicht untätig, setzte vor allen Dingen seine Außenbahnspieler gekonnt in Szene und überzeugte durch ein schnelles Umschaltspiel. 

In der 14. Minute bekam Budak den Ball tafelfertig serviert, doch aus zehn Metern platzierte der bullige RWA-Akteur den Ball zu zentral, sodass RSV-Keeper Johannes Focher das Spielgerät im Nachfassen sicherte. Jener Focher zeichnete sich nur drei Zeigerumdrehungen nochmals aus, als er den harten Schuss des wuseligen Außenstürmers Pihl, der Sesay mehrmals vor Probleme stellte, zur Ecke abwehrte. 

Insgesamt hatten die Ahlener mehr Spielanteile, doch die lauernde Mutlu/Ermes-Elf stieß immer wieder in die Gefahrenzone vor. Ganz gefährlich wurde es in der 32. Minute, als ein langer Diagonalball von Til Baumann Raphael Gräßer auf der rechten Außenbahn fand und dieser gleich drei Ahlener düpierte, seinen Abschluss aus spitzem Winkel lenkte Schipmann aber gerade noch mit den Fingerspitzen an den Außenpfosten. 

Viel Zeit zum Luft holen blieb den knapp 500 Zuschauern in der ersten Hälfte nicht, denn auf der Gegenseite hatte Focher erneut die Gelegenheit sich auszuzeichnen, da Nieddu einen Freistoß-Aufsetzer frech aufs kurze Eck zirkelte (37.). 

Doch der Schlussmann war auf dem Posten und lenkte das Spielgerät um die Torstange. Nach den ersten 45 Minuten ging es mit einem leistungsgerechten Unentschieden in die Kabinen. 

Im zweiten Spielabschnitt bot sich den Anwesenden ein verändertes Bild. Aus der offenen Partie wurde eine einseitige. Die Ahlener schnürten die Meinerzhagener nahezu in die eigene Hälfte ein, die Angriffswellen rollten auf das RSV-Gehäuse zu und dem Tabellenzweiten fiel kein probates Mittel ein, um wieder in die Partie zu finden. 

Einzig die Hereinnahme von Tim Treude sorgte im Mittelfeld für Entlastung und durch mehrere Ballstafetten verschafften sich die RSV-Kicker ein wenig Luft. Trotz der klaren Überlegenheit blieben Chancen für die Ahlener Mangelware. Das lag zum einen an der gut stehenden RSV-Defensive, aber auch an der fehlenden Inspiration der Gastgeber im Angriffsdrittel. 

Doch 20 Minuten vor Spielende hatten die Ahlener Fans den Torschrei schon auf den Lippen, aber Focher lenkte mit einem herausragenden Reflex den Schuss von Schmitz noch um den Pfosten. So blieb es bei einem Unentschieden, das aufgrund der zweiten Hälfte schmeichelhaft, aber keineswegs unverdient war. 

Mit der falschen Prognose im Vorfeld der Partie konnte Demir im Nachgang sicherlich sehr gut leben.

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