Roosters-Kapitän verärgert

Wolf redet mit München, unterschrieben sei nichts

Iserlohn - Michael Wolf war früh auf am Freitag. Anrufe im Dutzend musste der Roosterskapitän entgegennehmen, nachdem der IKZ vermeldet hatte, dass sein Transfer von den Roosters nach München perfekt sei. Davon aber weiß der derzeit verletzte Stürmer nichts.

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Michael Wolf war früh auf am Freitagmorgen. Das lag zum einen an Töchterchen Lara, die Mama und Papa gern mal um kurz nach sechs aus dem Schlaf holt, zum anderen am Brummen des Handys. What´s App-Nachrichten, SMS und Anrufe im Dutzend musste der Roosterskapitän entgegen nehmen, nachdem der IKZ vermeldet hatte, dass sein Transfer von den Iserlohn Roosters zum EHC Red Bull München bereits perfekt sei. Davon aber weiß der derzeit verletzte Stürmer noch nichts.

Im Gespräch mit unserer Zeitung bestätigte er jedoch erstmals offiziell, dass es Gespräche mit dem Team aus der bayrischen Landeshauptstadt gibt. „Ja, wir reden, genauso wie wir es in den letzten zwei drei Jahren immer wieder getan haben. Ich führe auch Gespräche mit den Roosters, aber unterschrieben ist gar nichts“, so der 33-jährige.

Wolf macht keinen Hehl daraus, dass ihn Medienberichte, die den Transfer bereits als perfekt bezeichnen, wirklich ärgern. „Solche Entscheidungen muss man vor allem auch mit der Familie und seinen engen Freunden besprechen und die wissen nichts und sind natürlich vollkommen überrascht, dass ich sie nicht einbezogen habe. Das aber hätte ich getan, wenn alles perfekt wäre.“ Hinzu kommt, dass ein Abschied von Wolf gleichzeitig auch ein Abschied aus seinem Restaurant „Romys“ wäre und auch sein Geschäftspartner hätte es natürlich verdient, als einer der ersten über eine definitive Vertragsunterzeichnung informiert zu werden.

Die Roosters selbst sehen sich nicht in der Verantwortung, die Meldung zu kommentieren. Manger Karsten Mende ist mit Wolf im Gespräch, weiß also über das Münchener Interesse. Das gilt auch für Clubchef Brück, der nur betont, dass sich Michael Wolf um die Roosters so verdient gemacht habe, dass man seine persönliche Entscheidung, egal in welche Richtung sie gehe, akzeptieren müsse. Auch er weiß aber nichts von einer Vertragsunterschrift, die bereits geleistet worden sein soll.

Dass Wolf nach zehn Jahren am Seilersee vor einem Absprung stehen könnte, darauf haben auch wir an dieser Stelle immer wieder hingewiesen und, da die Gespräche so intensiv sind wie noch nie, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass es diesmal auch so kommen könnte. Wolf aber hat immer besonderen Wert darauf gelegt, keine verbrannte Erde zu hinterlassen, das ist ihm in diesem Fall sicherlich noch wichtiger als sonst. Spätestens in den kommenden zwei bis drei Wochen wird eine Entscheidung getroffen sein, müssten sich doch auch die Roosters nach einem neuen starken, dann ausländischen Stürmer für die erste Angriffsreihe umsehen. Noch aber ist nichts entschieden. - MiHei

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