Watzkes-Heimatclub zu Gast

Gian-Marco de Luca und die FSV Werdohl haben seit dem 30. März in der Landesliga keine Partie mehr verloren, zuletzt aber Einstellungsschwächen beim Schlusslicht Niederschelden gezeigt. Mit einer Rumpfelf soll Erlinghausen bezwungen werden. Foto: Müller

WERDOHL -  Wenn am Sonntag (15 Uhr, Riesei) die FSV Werdohl und RW Erlinghausen aufeinander treffen, dann spielen zwei Mannschaften mit den kuriosesten Ligabilanzen gegeneinander: Beide Mannschaften haben als einzige Vertreter der Landesliga 2 auswärts mehr Zähler geholt als auf eigenem Platz. Die Gäste reisen unter diesem Aspekt also als Favorit ins Sauerland.

Auch die Aussage von FSV-Coach Carsten Minker bestätigt, dass sich die Gäste Hoffnungen machen dürfen, weil im Werdohler Club gerade andere Prioritäten herrschen: „Für uns zählt der Klassenerhalt der zweiten Mannschaft. Wir werden also einige Spieler abgeben.“ Die beste Formation steht am Sonntag bei der FSV also nicht auf dem Platz – und auch die Tatsache, dass es für Erlinghausen noch um Punkte für den Klassenerhalt geht, während bei den Werdohlern schon die Luft raus ist, spricht für die Rot-Weißen. Trotz der personell ungünstigen Konstellationen, die Minker damit umschrieb, dass jeder, der eine Tasche mitbrächte, auch schon auflaufen könne, will sich die FSV gegenüber der Vorwoche steigern. Da reichte es nur zu einem 1:1 gegen Schlusslicht SuS Niederschelden. Dabei ärgerte den FSV-Trainer weniger das Ergebnis als vielmehr die Art und Weise: „Die Einstellung war definitiv nicht okay. So lassen sich keine Fußballspiele bestreiten. Das muss sich ändern, wenn wir gegen Erlinghausen auf den Platz gehen.“

Über die erforderliche Lauf- und Kampfbereitschaft wollen die Werdohler in die Partie finden und ihre – mal abgesehen vom zurückliegenden Auftritt – positive Leistungsentwicklung bestätigen: In der Rückrunde hat die FSV nur zwei Partien gegen Olpe und Meschede verloren, die letzte Niederlage ist vom 30. März datiert. „Unsere Situation in der Tabelle ist in Ordnung. Dass wir in der Landesliga nur mit acht Leuten trainiert haben, ist natürlich nicht in Ordnung, aber derzeit eben nicht zu ändern“, sagt Minker.

So konnte in dieser Woche kaum an Spielideen gebastelt werden, auch für gestern Abend stand nur eine lockere Einheit mit einem Spielchen auf dem Programm. Erfreulich durfte die FSV am Donnerstagabend immerhin die Zusage von Murat Kaya für die nächste Saison zur Kenntnis nehmen, den der künftige Sportliche Leiter Minker als „wichtigen Baustein“ für die Mannschaft bezeichnete.

Die FSV will sich mit dünnem Kader gegen den Heimatclub des BVB-Geschäftsführers Watzke behaupten und einen Punkt behalten, um sich Optionen auf tabellarische Verbesserungen durch Erfolge in den bevorstehenden Kreisderbys offenzuhalten. Das Hinspiel gewann die FSV mit 2:0.

FSV: Grete, Felbick – Schröder, Maus, Sander, Bierkoch, Mo. Klamann, Ma. Klamann, Kayka, Neuke, Sarris, El Alami, Franz, De Luca, Intravaia (?)

Von Nico Schwarze

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