HSG nimmt Abschied von der BGL-Halle

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HSG-Spielmacher Justus Jaschke – hier hart attackiert von Hagens Levent Cengiz – musste im Training wegen einer Schulterblessur pausieren, wird aber wieder zum Ball greifen.

Lüdenscheid -  Der bange Blick der HSG Lüdenscheid geht dieser Tage häufiger nach Soest: Denn der Soester TV II ist als Tabellenvorletzter auf jenem ersten direkten Abstiegsplatz, den die Lüdenscheider angesichts fehlender Punkte nie aus dem Auge verlieren.

Von Jörg Hellwig

Und der STV II kann am Wochenende gegen Schlusslicht Wetter/Grundschöttel punkten, sich auf elf Zähler verbessern und den Druck auf die Bergstädter (15) erhöhen. Die haben sich zur Beruhigung deshalb für Samstagabend (19.15 Uhr) zum Abschied aus der künftig wegen einer Dachsanierung gesperrten BGL-Sporthalle einen Heimerfolg über den Hochsauerlandrivalen VfS Warstein „verordnet“.

Die Gäste haben sich mit 22:16-Punkten als Tabellenfünfter in eine „Komfortzone“ im Verfolgerfeld des überragenden Spitzenduos aus Halingen und Hohenlimburg eingenistet und können den letzten sieben Saisonpartien ausgesprochen gelassen entgegensehen. Da spielt es für die Truppe um Spielertrainer Boban Ristovic auch keine entscheidende Rolle mehr, ob Top-Torjäger Lars Schorlemer mit in die Bergstadt kommt oder nicht. Inzwischen hat das Rückraum-Ass für das Gastspiel in Lüdenscheid abgesagt.

Ein Umstand, der bei der HSG mit Sicherheit begrüßt wird, denn ansonsten verfügt VfS mit Ausnahme des Spielertrainers und des Kreisläufers „Toko“ Kißling über ein ausgesprochen junges, hungriges Team. „Und damit kommen wir derzeit sicher etwas besser zurecht als mit solch starken Routiniers wie in Hagen“, hofft Männer-Abteilungsleiter Niclas Beckmann, der sich den Heimsieg ebenfalls sehnlichst herbeiwünscht, um bei weiter bestehenden sechs Punkten Vorsprung auf Soest Planungssicherheit für die kommende Saison zu bekommen.

Klar ist allen Beteiligten um die Interimstrainer Detlev Nebert und Markus Schlippe aber auch: VfS ist ein harter Brocken. „Wir werden mit einer 5:1-Deckung beginnen und dann sehen, wie wir gegen Ristovic und Kißling klar kommen. Wir werden je nach Verlauf reagieren“, sagt Detlev Nebert.

Personell sieht’s für die Bergstädter am Samstagabend bis auf Langzeitausfall Falk Baberg gut aus: Mit Niegetiet (zuletzt verhindert) und dem wiedergenesenen Kroll kann die HSG rechnen, zudem dem wegen Urlaubs ausnahmsweise zur Verfügung stehenden deckungsstarken Florian „Flopper“ Paetz.

HSG: Bahr, Kapp – Broscheit, Niegetiet, Bölling, Kahlstadt, Walter, Jaschke, Lausen, Miossec, Kämper, F. Paetz, Füller, Kroll

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