Fußball, Bezirksliga-Splitter

Septett ist noch in großer Sorge

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Niko Douros gilt als Baumeister des Aufschwungs beim TuS Grünenbaum, für den der Klassenerhalt wieder realistisch ist.

Kreisgebiet –  Gleich zum Saisonauftakt sorgte Aufsteiger TuS Grünenbaum mit einem 22:0-Kantersieg gegen Fortuna Hagen für Furore; aber nur vermeintlich: Es war eher ein Altherrenteam, das da am 12. August am Kreisch gastierte, bereits tags darauf zogen die Fortunen zurück, stehen seitdem als erster Absteiger fest.

Gut siebeneinhalb Monate sind nunmehr ins Land gezogen, ab Sonntag wird in der Liga zum Endspurt geblasen, stehen bis zum 26. Mai noch vier finale Spieltage auf dem Plan. Das heißt aber nicht, dass die verliebenen 14 Teams noch jeweils vier Spiele bestreiten werden, denn durch den Rückzug von Fortuna Hagen bleibt eine Mannschaft am Wochenende jeweils spielfrei. Es variiert also zwischen drei und vier noch ausstehenden Begegnungen pro Klub.

Den hat es eigentlich nie gegeben, zu dominant trat die SpVg Hagen 11 auf. Mit einer blütenweißen Weste ging es in die Winterpause, seitdem durften sich drei Gegner zumindest über Teilerfolge freuen. Zwar wurden auch die Siege vom Mroß-Team zum Teil deutlich knapper, dennoch geht es mit einem Zehn-Punkte-Polster auf den SV Berchum/Garenfeld in den Schlussspurt. Bereits am Sonntag könnte „Partytime“ angesagt sein, wenn am Nattenberg ein Erfolg bei RW Lüdenscheid herausspringen sollte. Die Rot-Weißen ihrerseits befinden sich noch in einem Kopf-an-Kopf-Rennen mit Berchum um die Vizemeisterschaft – eine Aufstiegschance aber wird es für den Zweiten nicht geben.

Der Abstiegskampf

Nachdem Fortuna Hagen frühzeitig als erster von drei Absteigern feststand, schienen sich auch die beiden weiteren Kandidaten schnell herauskristallisiert zu haben. Denn zur Winterpause galten sowohl Schlusslicht TuS Grünenbaum (5 Punkte) als auch der ASSV Letmathe (8) bereits als abgeschlagen. Doch das Bild hat sich seit dem 17. Februar an den neun absolvierten Spieltagen gravierend geändert: Mit sieben Mannschaften – den Neunten ETuS/DJK Schwerte trennen lediglich sechs Punkte von einem punktgleichen Trio am Tabellenende – muss sich nahezu die halbe Liga noch Sorgen um den Klassenerhalt machen.

Übrigens: Bei Punktgleichheit gibt nicht der direkte Vergleich, sondern die Tordifferenz den Ausschlag. Zum gefährdeten Septett gehört mit Kalthof, Hennen, Deilinghofen und Letmathe gleich ein Quartett des Fußballkreises Iserlohn, was auch Auswirkungen auf das Iserlohner Kreisliga-Oberhaus haben könnte. Denn steigen zwei dieser Bezirksligisten ab, müssten gleich drei A-Ligisten absteigen. Für den Kreis Lüdenscheid gibt es hingegen Auswirkungen für die B-Liga: Gesetzt den Fall, dass in der Bezirksliga 5 der Kiersper SC und TuS Plettenberg die Klasse halten (so sieht es momentan aus), würden bei einem Grünenbaumer Klassenerhalt drei B-Ligisten aufsteigen, bei einem Grünenbaumer Abstieg hingegen nur zwei. Formcheck Die „Eisenbahner“ von ETuS/DJK Schwerte holten aus den letzten vier Spielen zwar nur zwei Zähler, doch sie haben von allen Kandidaten die meisten Zähler auf dem Konto, zudem die beste Tordifferenz. Tipp: Es wird reichen.

Der SSV Kalthof holte gar nur einen Zähler aus den letzten vier Partien, muss jetzt zweimal in Folge auf Reisen gehen. Tipp: Es wird zwar knapp, aber es reicht.

Zumindest in den direkten Duellen hat Türkiyemspor Hagen in diesem Jahr fleißig gepunktet. Mit zwei Heimspielen im Rücken wird der Klassenerhalt gelingen.

Im Oktober 2018 gelang dem SC Hennen der letzte Sieg, in diesem Jahr sprangen ganze zwei Zähler heraus. Auch der Trainerwechsel ist wirkungslos verpufft, es wird bis zum letzten Spieltag ein Ritt auf der Rasierklinge.

Der bisherige Gewinner im Abstiegskampf ist zweifellos der TuS Grünenbaum. Unter Neu-Trainer Niko Douros ist das Kreisch-Team mittlerweile richtig heiß gelaufen, holte 13 von 15 möglichen Punkten aus den letzten fünf Spielen. Und mit diesem Rückenwind und noch gleich drei Heimspielen wird der Klassenerhalt gelingen.

Nach dem 0:7 gegen RW Lüdenscheid steht der SV Deilinghofen-Sundwig erstmals in dieser Saison auf einem Abstiegsplatz, hat sich prompt von Trainer Andrea Mazzeo getrennt. Helfen wird es nichts, der Fusionsverein steigt ab.

Gegen RWL und Hagen 11 ging der ASSV Letmathe zwar leer aus, gewann aber die weiteren drei Spiele in jüngster Vergangenheit. Wird am Sonntag auch gegen Hennen gewonnen, kann es reichen. Ansonsten wird es ganz, ganz eng.

Das Restprogramm

9. ETuS/DJK Schwerte (24 Spiele, 42:52 Tore, 26 Punkte): VfB Schwelm (A), ASSV Letmathe (H), BW Voerde (A), SpVg Hagen 11 (H)

10. SSV Kalthof (25, 37:53, 25): Geisecker SV (A), VfB Schwelm (A), ASSV Letmathe (H)

11. Türkiyemspor Hagen (25, 44:63, 25): VfB Schwelm (H), ASSV Letmathe (A), BW Voerde (H)

12. SC Hennen (24, 40:63, 25): ASSV Letmathe (A), BW Voerde (H), SpVg Hagen 11 (A), FSV Gevelsberg (H)

13. TuS Grünenbaum (24, 53:80, 20): SV Deilinghofen-Sundwig (H), RW Lüdenscheid (H), VfL Schwerte (A), Geisecker SV (H)

14. Deilinghofen-Sundwig (25, 47:85, 20): Grünenbaum (A), VfL Schwerte (H), Geisecker SV (A) 15. ASSV Letmathe (24, 28:76, 20): SC Hennen (H), ETuS/DJK Schwerte (A), Türkiyemspor Hagen (H), SSV Kalthof (A)

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