Handball

Alle Augen ins Weserbergland

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Der DHB-Pokal-Auftritt als letztes Testspiel: Dragan Tubic (links) und Cedric Geitmann (rechts) machten am Samstag in Nordhorn ein gutes Spiel – Geitmann allerdings schied verletzt aus. Sein Einsatz in Minden ist fraglich.

Schalksmühle – Das Gros der Handballer steckt noch mittendrin in der Vorbereitung auf die Spielzeit 2019/20. Für den Drittligisten SGSH Dragons dagegen ist die Vorbereitung mit dem DHB-Pokal-Auftritt in Nordhorn abgeschlossen. Noch vier Trainingseinheiten im normalen Rhythmus – dann fällt für die Neff-Schützlinge am Samstagabend in der Hauptschulhalle im Mindener Stadtteil Dankersen der Startschuss zur neuen Drittliga-Saison.

„Was zählt eine Leistung wie bei der klaren Niederlage gegen Hamm? Was ein guter Auftritt wie in Nordhorn? Nichts“, sagt Stefan Neff, „die Uhr wird jetzt wieder auf Null gestellt. Jetzt gilt es. Und das ist auch gut so...“ Was ist die temporäre Zufriedenheit also wert im Lager des Vizemeisters, der sich wohl bewusst ist, dass das Erreichte in diesem Jahr schwer zu bestätigen sein wird? Ein Platz in den „Top 4“ – darauf haben sich der Trainer und die Mannschaft als Zielsetzung im Rahmen des Trainingslagers vor einer Woche geeinigt. „Die Liga ist stärker geworden. Mit Hagen und Wilhelmshaven haben wir zwei starke Absteiger, die direkt wieder nach oben wollen“, sagt Neff, „dahinter ist es unser Ziel, mit Mannschaften wie Spenge, den Bergischen Panthern, den Longerichern, die ich für stark aufgestellt halte, oder auch Minden II um Platz drei zu kämpfen. Wir haben uns mit dem zweiten Platz im vergangenen Jahr etabliert, wir brauchen da nicht tiefzustapeln. Ich denke, dass das ein realistisches Ziel ist.“

Personalsorgen vor dem Ligastart

Vor dem Start könnte es runder laufen. Ein Nasenbeinbruch wie der von Lukas Hüller, der am Montag operiert worden ist, gefällt den Verantwortlichen natürlich nicht. Dazu kommt nun die Ungewissheit, als was sich die Knieverletzung von Cedric Geitmann nach dem MRT-Termin in dieser Woche herausstellen wird. Bei Keeper Ante Vukas (Handverbrennung), Florian Diehl (Sturz auf den Kopf) und David Bleckmann (Bauchmuskelzerrung) dagegen hofft Stefan Neff darauf, dass das Trio im Weserbergland wieder mit von der Partie sein wird.

Die Rückkehr von Kai Bekston hat der SGSH-Defensive am Samstag in Nordhorn bereits die erhoffte Stabilität im Innenblock gegeben. Mit ihm wird die 6:0-Abwehr das erste Abwehrsystem sein, wobei Neff auch Freude an der Erprobungsphase einer 3:2:1-Variante – wechselweise mit Merhar, Schetters oder Hüller auf der Spitze – gehabt hat. „Im modernen Handball sollte man ohnehin ein zweites System können, denn es geht ja auch darum, den Gegner immer neu kurzfristig vor neue Aufgaben zu stellen“, sagt Neff, „aber die 6:0-Abwehr wird erst einmal die erste Lösung bleiben. Ich bin froh, dass Kai Bekston so gut reingefunden hat. Ich denke, dass wir mit ihm den richtigen Mann für den Innenblock gefunden haben.“

Auftakt bei der Reserve des TSV GWD Minden

Den richtigen Mann für die Kapitänsrolle hatte Neff bereits vor zwölf Monaten gefunden: Alexandre Brüning wurde im Rahmen des Trainingslagers vor einer Woche in dieser Rolle bestätigt. Auch der Mannschaftsrat bleibt unverändert. Co-Kapitän bleibt Florian Diehl, zum Mannschaftsrat gehören zudem Christopher Klasmann und Ante Vukas. „Das war schnell abgehandelt. Da wollten wir auf Kontinuität setzen“, sagt Stefan Neff und fiebert nun dem Samstagabend entgegen. An der Weser wartet dann die vielleicht größte Wundertüte der Liga. Die Reserve des TSV GWD Minden hat sich in der Vorbereitung öffentlich rar gemacht.

Einen 35:33-Sieg im Test gegen Nordhemmern Anfang August feierte das Team, das im vergangenen Jahr zum Ligaauftakt in Volmetal 24:29 verlor und nach Anlaufschwierigkeiten doch in der vorderen Hälfte mitspielte und als Achter über die Ziellinie ging. Vielleicht ist der 1. Spieltag ein guter Zeitpunkt für einen Vergleich mit den Grün-Weißen, die sich nicht selten erst im Laufe der Saison gefunden haben. Verlassen werden sich die Dragons darauf allerdings wohl eher nicht.

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