Eishockey, DEL

Vor Augsburg-Spiel: Roosters ab sofort ohne Brody Sutter

Eishockey Zweikampf vor dem Tor
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Nach dem bemerkenwerten 8:3-Erfolg gegen Red Bull München möchten Brent Raedeke und die Roosters gegen Augsburg direkt nachlegen. Allerdings müssen die Sauerländer ab sofort, und damit früher als geplant, auf Angreifer Brody Sutter verzichten.

Wenn die Iserlohn Roosters am Freitagabend am Seilersee die Panther aus Augsburg empfangen, dann wird Brody Sutter bereits nicht mehr zur Verfügung stehen. Er hat sich in die Heimat verabschiedet, wo seine schwangere Frau auf ihn wartet.

Iserlohn – Ein Abschied mitten in einer laufenden Saison ist eigentlich nichts Ungewöhnliches. Immer wieder verabschieden sich Spieler, so ist das Profigeschäft. Der Abschied von Brody Sutter am Seilersee, der ist dann allerdings alles andere als typisch. Mitten in der Pandemie kehrt der Stürmer in seine Heimat zurück, der Familie wegen. Seine Frau ist schwanger, bekommt Mitte April das erste Kind.

„Die kanadischen Quarantäne-Bedingungen sind sehr streng. Wenn ich drüben bin, darf ich 14 Tage lang nicht das Haus verlassen. Ich will aber unbedingt im Krankenhaus bei der Geburt mit dabei sein“, so Sutter. Deshalb wurde der eigentlich für das Wochenende geplante Flug um zwei Tage vorgezogen, musste sich Sutter schon jetzt von der Mannschaft verabschieden.

„Es tut wirklich weh, die Jungs jetzt nicht weiter unterstützen zu können. Ich bedaure das, aber andererseits will und kann ich natürlich einen der wichtigsten Momente im Leben unserer Familie keinesfalls verpassen. Meine Frau hat mir ohnehin schon ermöglicht bis jetzt Eishockey zu spielen. Was kann ich mir mehr wünschen.“

Vor Augsburg-Spiel: Roosters ab sofort ohne Brody Sutter

Für die Roosters ist der Abschied natürlich schwer zu kompensieren. Zwar hat man mit Steve Whitney einen Spieler verpflichtet, der schon gezeigt hat, was er auf dem Eis bewegen kann, trotzdem fehlt ein anderer wichtiger Faktor im Team. „Wir werden Brody vermissen, hätten gehofft, dass er noch ein Spiel länger zur Verfügung steht, haben aber vollstes Verständnis für seine Situation“, sagt Christian Hommel, der Manager der Sauerländer. Auch dem Team tut der Abschied leid. „Brody war der Center unserer zweiten Reihe und ein toller Mensch in der Kabine. Er wird uns fehlen. Wir alle aber wünschen ihm und der Familie viel Glück“, sagt Marko Friedrich.

Ob es ein Abschied für immer sein wird, ist offen. Sutters Vertrag läuft zum Ende der laufenden Saison aus, ob er verlängert wird, ist – offiziell – offen. „Wir werden uns am Ende der Saison mit dem Trainer, der in der kommenden Saison die Verantwortung trägt, zusammensetzen und das entscheiden.“

Mehr ist Hommel nicht zu entlocken. Sutters Position in der zweiten Reihe wird am Freitag gegen die Augsburger Panther (19.30 Uhr, Eissporthalle am Seilersee) erst einmal Taro Jentzsch einnehmen. Für ihn rutscht Friedrich in die dritte Formation. Wie die vierte Reihe aussehen wird, ist offen. Im Tor hingegen, das ist schon beschlossen, wird Andy Jenike stehen.

Hoffnung auf die Rückkehr von Ryan O‘Connor

Der weiß, dass sein Team genau da weitermachen muss, wo es gegen München aufgehört hat. „Der Blick muss auf uns und auf unser Spiel gerichtet sein. Wenn wir weiter so spielen wie gegen München und vorher gegen Wolfsburg, wird jedes Match gegen uns eine Herausforderung“, so der Keeper. Auch Christian Hommel war mit dem Auftritt der eigenen Mannschaft hochzufrieden: „Seitdem Brad Tapper unser Trainer ist, spielen wir regelmäßig mit vier Reihen durch. Das macht einen großen Unterschied, weil wir damit auch im letzten Drittel noch viel Energie haben.“

Möglicherweise dürfen sich die Sauerländer aber noch auf einen Rückkehrer freuen. Am Vormittag wird sich entscheiden, ob Verteidiger Ryan O’Connor in die Mannschaft zurückkehrt. „Die Ärzte sind bislang mit seiner Genesung sehr zufrieden. Das Vollvisier ist da. Eigentlich kann er spielen, aber wir wollen die letzte Untersuchung noch abwarten und kein Risiko eingehen“, so Cheftrainer Brad Tapper. O’Connor zurückzubekommen würde unglaublich helfen. Damit könnten die Roosters gegebenenfalls auch Riefers im Sturm einsetzen, hätten eine weitere Alternative. Man darf gespannt sein.

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