Westfälische Meisterschaften

Altenaer Voltigierer feiern Dreifachtriumph

Zum dritten Mal in Folge gewann die Gruppe des RV Altena den westfälischen Meistertitel.
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Zum dritten Mal in Folge gewann die Gruppe des RV Altena den westfälischen Meistertitel.

Was für ein Wochenende für die Voltigierer des RV Altena: Bei den altersoffenen Westfälischen Meisterschaften, die am Wochenende vom Reit- und Fahrverein Handorf-Sudmühle ausgetragen wurden, räumten die Pferdeakrobaten aus der Burgstadt mächtig ab.

Altena - Jolina Ossenberg-Engels holte den Titel sowohl im Einzel als auch im Doppel an der Seite von Timo Gerdes. Und weil aller guten Dinge bekanntlich deren drei sind, triumphierte auch die Gruppe aus der Burgstadt. Die Westfälischen Meisterschaften, sie wurden so zu Festspielen der Altenaer Voltis.

Jolina Ossenberg-Engels turnte sich auf Equido (an der Longe Claudia Döller-Ossenberg-Engels) im Münsterland zu ihrem ersten Einzeltitel auf westfälischer Ebene. Auf ein gelungenes Pflichtprogramm folgte eine tolle Kür, im Technikprogramm aber leistete sich die Studentin einen Patzer, der sie in der Meisterschaftswertung zurückwarf. „Ich konnte dann aber durch die Kür viel aufholen und habe es am Ende noch auf Platz eins geschafft. Das hatte ich nach der Technik selbst nicht mehr erwartet“, freute sich die 25-Jährige, die in dieser Saison auf internationaler Bühne bereits Turniererfahrungen sammelte und das Publikum in der finalen Kür verzauberte. Mit der Endnote 7,492 zog Ossenberg-Engels noch an Larissa Schlautmann (RFV Münster-Sprakel, 7,437) vorbei und schnappte sich den Titel.

Wir sind selbst noch nicht ganz zufrieden und müssen noch deutlich an der Ausführung arbeiten.

Jolina Ossenberg-Engels

Im Doppel wurden Jolina Ossenberg-Engels und Timo Gerdes, die vor vier Wochen im französischen Le Mans ein fast schon märchenhaftes Comeback auf internationaler Bühne und den Sieg gefeiert hatten, bei den „Westfälischen“ ihrer Favoritenrolle gerecht. Auf Caram, longiert von Claudia Döller-Ossenberg-Engels, legte das Altenaer Volti-Traumpaar zwei tolle Umläufe hin und siegte mit der Endnote 8,210 deutlich vor der Konkurrenz. „Wir sind selbst noch nicht ganz zufrieden und müssen noch deutlich an der Ausführung arbeiten“, meinte Jolina Ossenberg-Engels. Der eigene Anspruch ist freilich sehr hoch, trotz kleinerer Fehler aber war der Auftritt des Altenaer Pas de Deux einmal mehr eine Augenweide für das Publikum. Der Titelgewinn war mit deutlichem Vorsprung ein völlig verdienter.

Dritter Titel in Folge

Spannender als das Doppel machte es die Gruppe um Longenführerin Claudia Döller-Ossenberg-Engels. Auf Cairo war die Pflicht noch etwas wacklig (Rang drei), dafür saß die Kür. Svenja Staupe, Kiara Meißner, Alisa Koopmann, Jolina Ossenberg-Engels, Jona Kehl und Timo Gerdes zeigten eine ansprechende Vorstellung und hatten mit der Endnote 6,896 letztlich die Nase vorn vor dem Team des gastgebenden Reit- und Fahrvereins Handorf-Sudmühle (6,842). „Es war am Ende knapp, trotzdem hat es zum Sieg gereicht. Wir sind sehr zufrieden, zumal wir in der Konstellation noch kein Turnier gegangen sind“, verdeutlichte Jolina Ossenberg-Engels. Für die Gruppe der Altenaer war es der dritte westfälische Meisterschaftstitel in Folge.

Am Start im Münsterland war auch das Juniorendoppel Alisa Koopmann/Fiona Mischnik. Auf Flying Dutchman erwischten die Talente einen guten Start ins Turnier und übernahmen auch die Führung, ein Sturz am zweiten Turniertag aber kostete schließlich den Titel. Mit Rang zwei und der Quali für die Deutschen Meisterschaften aber durften Alisa Koopmann und Fiona Mischnik absolut zufrieden sein. Das galt auch für die weiteren Altenaer Talente. Carlotta Lewandowski auf Flying Dutchman (Longe: Claudia Döller-Ossenberg-Engels) sowie Alica Engler und Kiara Meißner jeweils auf Royal Flash (Longe: Eva Meißner) machten ihre Sache im Einzel sehr ordentlich und sammelten wichtige Turniererfahrungen. Kiara Meißner verpasste ganz knapp das Finale, unterm Strich aber standen überzeugende Vorstellungen. „Auch die Drei haben sich richtig gut präsentiert“, meinte Jolina Ossenberg-Engels. Es war ein Lob der neuen Westfälischen Meisterin im Einzel.

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