Gerdes und Ossenberg/Engels sind Westfälische Meister

Timo Gerdes und Jolina Ossenberg-Engels holten sich als jüngste Teilnehmer den Titel bei den Westfälischen Meisterschaften.

ALTENA -  Der Jubel war groß, besser hätte es für Timo Gerdes und Jolina Ossenberg-Engels kaum laufen können. Das Paar des Reitvereins Altena holte sich am Wochenende in Münster souverän den Meistertitel der Westfälischen Doppelvoltigierer und wurde zudem für die Deutsche Meisterschaft nominiert, die Mitte September in Verden stattfindet.

Man könnte sagen, die beiden Altenaer waren eine Klasse für sich. Auf Dragoner präsentierten sie die mit Abstand schwerste Kür des Wettbewerbs. Kein einziger Fehler war zu erkennen. „Es lief wirklich alles perfekt“, freute sich Jolina Ossenberg-Engels. Das Besondere: Die Altenaer waren die jüngsten Teilnehmer im Wettbewerb. Die 16-Jährige und ihr 17-jähriger Partner gehören eigentlich noch ins Juniorenlager. Durch ihre beständig guten Leistungen hatten sie sich für die Meisterschaft der Senioren qualifiziert und durften nach Münster reisen. Nach ihrem Sieg beim internationalen Voltigierturnier im schottischen Ecclesmachan vor zwei Wochen galten die Altenaer sogar als Geheimfavoriten, doch dass sie die starke Konkurrenz derart dominieren würden, damit hatte niemand gerechnet.

Altenaer Duo für DM in Verden nominiert

Noch bedeutender als der Landesmeistertitel ist jedoch die Nominierung für die Deutsche Seniormeisterschaft in Verden. „Das ist der Hammer. Damit hätten wir nie gerechnet“, sagt Gerdes. Vermutlich werden sie auch dort das jüngste Paar sein. Dennoch schenkt der westfälische Disziplinbeirat des Pferdesportverbandes den Altenaern sein volles Vertrauen. Erstmalig werden damit Voltigierer aus dem Märkischen Kreis an einer Deutschen Meisterschaft teilnehmen. Zuvor jedoch werden die beiden Altenaer in drei Wochen noch als Einzelvoltigierer nach München zur Deutschen-Juniormeisterschaft reisen. Durch die Nominierung sind Altenaer Voltigierer in diesem Jahr auf jedem großen nationalen Championat vertreten.

Für die erste Mannschaft des Vereins lief es derweil in Münster nicht so perfekt. Es war das erste Mal, dass sich das junge Team qualifiziert hatte. Doch die Konkurrenz war groß. Gleich acht etablierte S-Teams und noch zwölf weitere Mannschaften gingen dort an den Start. Die Mannschaft leistete sich im Pflichtdurchgang gleich mehrere Fehler. „Das waren alles Kleinigkeiten, aber die summieren sich auch. Für ein normales Turnier wäre das vermutlich immer noch eine tolle Leistung. Aber hierfür waren es ein paar Fehler zuviel“, erklärte Trainerin Claudia Döller-Ossenberg-Engels. Nach der Pflicht lag das Team auf Rang acht.

Doch die Kür sollte die Altenaer schließlich noch einen Platz weiter nach vorne bringen, denn die klappte nahezu fehlerfrei. Lediglich ein Wackler hatte sich eingeschlichen. Die Altenaer zeigten insgesamt die viertbeste Kür und konnten sich somit am Ende über Rang sieben freuen. „Wir hatten uns vorgenommen, irgendwo zwischen Platz acht und fünf zu landen. Damit sind wir voll im Soll“, so Döller-Ossenberg-Engels. - lm

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