Voltigieren: DM

Altenaer Duo holt DM-Bronze

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„Das war unsere erste Meisterschaft und trotz des Sturzes sind wir noch platziert. Das hat alle unsere Erwartungen übertroffen“, freute sich Claudia Döller-Ossenberg-Engels über die Leistungen des RV Altena im Teamwettbewerb.

Elmshorn - Auf der Deutschen Meisterschaft in Elmshorn turnten sich die Altenaer auf das Treppchen und in die Herzen der Zuschauer. Für die eigentliche Sensation sorgte jedoch das Team aus der Burgstadt.

Sie zählten schon zu den absoluten Außenseitern. Ein Platz im Mittelfeld wurde angestrebt. Eine Teilnahme am Finale am Sonntag wurde zwar für möglich gehalten, galt aber doch als eher unwahrscheinlich – völlig zu unrecht, wie sich nach dem ersten Durchgang herausstellte. Das Team, bestehend aus Jona Kehl, Franziska Peitzmeier, Svenja Staupe, Kiara Meißner sowie Joana und Jolina Ossenberg-Engels, zeigte auf ihrem Pferd Cairo an der Longe von Claudia Döller-Ossenberg-Engels eine starke Pflicht. Am Ende landete es auf Rang sechs. 

Und auch die Kür am Samstag durfte sich sehen lassen. Nach der Landesmeisterschaft hatten sie noch einmal intensiv an der Choreografie zum Thema „Game of Thrones“ gearbeitet. Mit Erfolg. Der Ausdruck war noch einmal deutlich besser. Jedoch gab es noch einige Unsicherheiten. Doch das Team hielt auch nach der ersten Kür den sechsten Platz. Also ging es in das Finale am Sonntag. Das Team begann deutlich besser. Alles lief rund. Bis zum Block mit Joana Ossenberg-Engels und Franziska Peitzmeier. Ein Blitz im Publikum erschreckte Pferd Cairo, er sprang weg und die beiden stürzten. 

Damit mussten die Altenaer ihren sechsten Platz an das Team Pegasus Mühlacker abgeben. „Das war unsere erste Meisterschaft und trotz des Sturzes sind wir noch platziert. Das hat alle unsere Erwartungen übertroffen“, freute sich Döller-Ossenberg-Engels. Bei den Gruppen siegte das Team Fredenbeck vor dem Team Norka des Voltigiervereins Köln-Dünnwald. Beim Doppelvoltigieren gab es den erwarteten engen Kampf um die Medaillen. Dass diese an die Duos aus Neuss, Köln und Altena gehen würden, hatten viele geahnt. Dass zwischen diesen Spitzenduos und den anderen Teilnehmern jedoch so eine große Kluft entstehen würde, war dann doch überraschend und zeigte die außergewöhnliche Qualität der deutschen Spitze im Doppelvoltigieren. 

Am Samstag mussten die Altenaer sichtlich ein wenig kämpfen. Die Leichtigkeit fehlte – wenn auch alle Übungen klappten und der Ausdruck nahezu perfekt war. So mussten die Altenaer die beiden anderen Duos ziehen lassen. Am Sonntag lief es wieder nicht ganz perfekt. „Ich hatte eine Unsicherheit beim Stehen auf der Schulter und habe etwas schnell abgebaut“, sagte Jolina Ossenberg-Engels. Dennoch turnten die beiden zu ihrer Saisonbestleistung. 

Am Ende gab es für die Kür eine 9,003. „Wir haben in allen Bereichen – außer der Pferdenote – Noten über 9,0“, freute sich Ossenberg-Engels. Ein Richter zückte sogar eine 9,6, was zeigt, wie nah die Altenaer an der Perfektion waren. Die Höchstnote wäre eine 10,0. Der Abstand in der zweiten Kür betrug lediglich ein Zehntel zu den zweitplatzierten Kölnern Theresa-Sophie Bresch und Torben Jacobs sowie zwei Zehntel zu den Siegern und Deutschen Meistern Janika Derks und Johannes Kay aus Neuss. „Wir sind mit dem Wochenende super zufrieden. Jetzt wird die Bronzemedaille erst einmal kräftig gefeiert“, freute sich Döller-Ossenberg-Engels.

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