Aus der Traum von der EM – trotz gutem vierten Platz

Jolina Ossenberg-Engels und Timo Gerdes vom Reitverein Altena präsentierten sich beim CVIO in Verden in einer guten Form. Für ein EM-Ticket reichte der vierte Platz jedoch nicht. Foto: Machelett

Altena - Mit seiner Romeo-und-Julia-Kür sorgte das Altenaer Voltigierduo Jolina Ossenberg-Engels/Timo Gerdes für einen Gänsehaut-Moment in der Verdener Niedersachsenhalle. Im Rahmen des wichtigsten internationalen Voltigierturniers vor der EM präsentierten sich die Burgstädter ausdrucksstark und sicher – für eines der begehrten EM-Tickets reichte es jedoch nicht.

„Wir sind mit uns super zufrieden. Besonders der zweite Umlauf war richtig gut. Mehr war nicht drin. Für uns war es schon eine Ehre, hier starten zu dürfen. Enttäuscht sind wir also absolut nicht“, sagte Timo Gerdes gestern nach der Siegerehrung. Die Amerikaner und die beiden Teams aus Köln waren am Wochenende eine Klasse für sich. Doch auch der vierte Platz war für die Altenaer alles andere als eine Enttäuschung. „Viele Nationen nutzen dieses Turnier, um ihre Paare für die Europameisterschaft zu testen. Entsprechend hoch war das Niveau“, erklärte Jolina Ossenberg-Engels.

Altenaer sind Shootingstars der Saison

Das CVIO, das eigentlich im Rahmen des CHIO in Aachen stattfindet, musste aufgrund der Europameisterschaft, die Mitte August ebenfalls in Aachen stattfindet, verlegt werden. Und so traf sich die Weltspitze am Wochenende in Verden. Mit dabei die beiden Altenaer – wohlgemerkt die Jüngsten im gesamten Starterfeld. Sie sind die Shootingstars der Saison, was sich auch in den zahlreichen Autogrammwünschen bemerkbar machte. „Es ist schon unglaublich, was wir in diesem Jahr erlebt haben. Vorletztes Jahr sind wir noch auf normalen Turnieren gestartet. Und jetzt stehen wir hier – und konnten sogar mithalten“, freute sich die 18-jährige Abiturientin.

Extra für Verden hatten beide das Training noch einmal intensiviert. Mit neuer Musik, einer noch schwereren Kür und neuen Trikots liefen sie zum ersten Umlauf ein. Die Nervosität war noch zu spüren. Der eine oder andere Übergang zwischen den Übungen war nicht ganz sauber – dennoch, ein souveräner vierter Platz.

Deutliche Steigerung im zweiten Umlauf

Am Samstag, im zweiten Umlauf, noch einmal eine deutliche Steigerung, da passte wirklich alles. „Ich habe die beiden noch nie so gut gesehen. Unglaublich, was die für einen Ausdruck haben. Die erzählen eine richtige Geschichte“, freute sich beispielsweise Rainer Hilbt, Mitglied des westfälischen Disziplinbeirates. Und auch von Bundestrainerin Ulla Ramge gab es Lob: „Genauso wie heute will ich es sehen. Ihr habt das wirklich super gemacht.“

Den beiden Kölner Duos war ihre Erfahrung allerdings anzusehen. Souverän präsentierten sich Pia Engelberty/Torben Jacobs und Justin van Gerven/Gera Grün. Für sie geht es nun zur Europameisterschaft. „Letztlich fehlt uns da noch ein klitzekleines Bisschen die Routine. Aber nächstes Jahr werden wir mit Sicherheit wieder angreifen“, sagte Jolina Ossenberg-Engels.

Beendet ist die Saison für die Altenaer nicht. Als nächstes folgen die Landesmeisterschaften Mitte August in Herford. Sie gelten als die absoluten Favoriten. Alles andere als ein Sieg wäre wohl eine Enttäuschung. Danach geht es zur Deutschen Meisterschaft. „Ein Platz auf dem Treppchen wäre schon toll“, sagte Gerdes.

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