Voltigierer bestehen internationale Feuertaufe

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Die Altenaer Mannschaft mit Lena Höfer, Timo Gerdes und Alisa Koopmann freute sich über Rang zwei.

Moorsele/Altena - Nicht alles lief für die Voltigierer des Reitvereins Altena beim internationalen Turnier im belgischen Moorsele nach Plan. Doch auch wenn am Ende die Ergebnisse nicht die besten waren, sind die Burgstädter mit ihrem ersten internationalen Auftritt der Saison durchaus zufrieden.

Vor allem die Mannschaft konnte überzeugen. Bis auf einige kleine Unsauberkeiten zeigte sie ein nahezu fehlerfreies Programm und war am Ende mit Platz zwei hinter der Mannschaft des TuS Fortuna Saarburg mehr als einverstanden.

Das erste Mal durfte das Team aus Altena die deutschen Farben international vertreten. Entsprechend groß war die Aufregung vor dem Start. Denn im vergangenen Jahr war das Team lediglich auf drei Turnieren. Die so wichtige Wettkampferfahrung fehlte also ein wenig. „Da das Doppel normalerweise auch auf Dragoner startet, haben wir im vergangenen Jahr zurückgesteckt, um das Pferd nicht zu überlasten“, erklärt Trainerin Claudia Döller-Ossenberg-Engels.

Dennoch präsentierten sich die Altenaer in guter Form – auch wenn es gerade im Pflichtbereich noch Potenzial nach oben gibt. Die Kür war sicher und mit Höchstschwierigkeiten gespickt. „Wir hatten ein wirklich gutes Gefühl. Es hat alles geklappt. Selbst das, was im Training manchmal noch wackelte“, freute sich Voltigiererin Lena Höfer.

Nicht ganz so gut lief es für die Altenaer beim Doppel. Das Bundeskader-Duo Jolina Ossenberg-Engels und Timo Gerdes startete zum ersten Mal international auf dem Nachwuchspferd Caram. Der Dunkelbraune hatte mit der gewaltigen Kulisse und den vielen Zuschauern sichtlich zu kämpfen. Am ersten Tag lief er daher ein wenig ungleichmäßig, sodass die Voltigierer nicht ihr ganzes Programm präsentieren konnten.

Am zweiten Tag war das junge Pferd bereits deutlich entspannter und die Burgstädter turnten mit etwas mehr Mut. Die Unsicherheiten waren jedoch immer noch deutlich zu erkennen. Am Ende rangierte das Duo auf dem siebten Platz. „Wir sind trotzdem zufrieden. Caram muss das lernen. Bei eher unwichtigeren Turnieren ist das die Gelegenheit. Er hat das schon echt gut gemacht und wurde auch immer entspannter“, erklärte Jolina Ossenberg-Engels.

Die Unsicherheiten von Caram übertrugen sich auch auf Einzelvoltigiererin Svenja Staupe. Die 17-Jährige durfte ebenfalls erstmals international starten. Während die Pflicht noch relativ souverän war, fehlte in der Kür ein wenig der Mut. Verstecken musste sich die Mendenerin, die für den RV Altena startet, mit einem 14. Platz jedoch keineswegs.

Bereits am 14. Mai geht es für die Altenaer wieder ins Ausland. Das Doppel wird beim internationalen Turnier in Bern an den Start gehen, dieses Mal mit Top-Pferd Dragoner. „Unser Ziel ist klar, wir wollen zum CVIO nach Verden“, sagt Claudia Döller-Ossenberg-Engels. Dafür gilt es sich in den kommenden Wochen zu qualifizieren.

Nach Bern steht dafür über Pfingsten noch Wiesbaden auf dem Programm. „Wir haben über den Winter intensiv an der Kür gearbeitet. Jetzt auf Caram haben wir aus Sicherheitsgründen fast nichts davon gezeigt. Aber nächste Woche auf Dragoner wollen wir wieder voll durchstarten“, erklärt Timo Gerdes. - Von Lydia Machelett

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