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Voltigieren: Alica Engler vom RV Altena in Warendorf auf Rang zehn

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Beim Preis der Besten in Warendorf zeigte Alica Engler vom RV Altena auf Royal Flash ihr Können und wurde Zehnte im Preis der Zukunft.

Was für ein toller Einstand auf diesem Niveau: Beim Preis der Besten in Warendorf zeigte Alica Engler vom RV Altena auf Royal Flash ihr Können und wurde Zehnte im Preis der Zukunft.

Altena/Küntrop – Stolzer Erfolg für Voltigiertalent Alica Engler vom RV Altena: Die Zwölfjährige nahm als eine von zwei westfälischen Vertreterinnen am bundesweiten Preis der Besten in Warendorf teil und belegte dort mit „Royal Flash“, an der Longe geführt von Eva Meißner, im Preis der Zukunft den 10. Platz. Die zweite Westfälin, Franziska Löw vom PSV Haus Getter aus Münster, wurde auf „Adrenalin“ Zwölfte.

Vor vier Wochen hätte Alica Engler im Traum noch nicht daran gedacht, ihr Debüt bei einem derart wichtigen Wettkampf geben zu dürfen. „Wir haben eine Bewerbung an das Sichtungsgremium des Pferdesportverbandes Westfalen geschickt, obwohl Alica noch nicht das erforderliche Reitabzeichen 3 für Voltigieren hatte“, berichtet Alicas Trainerin Claudia Döller-Ossenberg-Engels.

Kurzfristig absolvierte die junge Hagenerin die Abzeichenprüfung auf einem Sichtungslehrgang und wurde sodann nominiert. Sie und Franziska Löw waren die beiden jüngsten Teilnehmerinnen in der Konkurrenz in Warendorf – entsprechend wuchs das Lampenfieber, je näher das Wochenende rückte.

Voltigieren: Alica Engler vom RV Altena in Warendorf auf Rang zehn

„Die Aufregung war schon sehr groß, auch für ihre Longenführerin Eva Meißner, die eher auf Breitensport spezialisiert ist. Zudem hatte Alica ihre Kür vorher noch nie im Galopp geturnt“, konnte Döller-Ossenberg-Engels nachfühlen, was in Alica, die seit drei Jahren den Voltigiersport auf der Anlage des RV Altena in Küntrop betreibt, vorging. Doch nach fleißigem Training fuhr ihr Schützling gut vorbereitet ins westfälische Pferdemekka nach Warendorf. „Alica trainiert zweimal wöchentlich mit uns am Pferd und im Gruppenteam, dazu einmal die Woche allein in Hagen, macht auch Krafttraining und Akrobatik“-

Nach dem Einstallen von „Royal Flash“ am Freitag vergangener Woche und der positiv verlaufenen Verfassungsprüfung stand dem Start nichts mehr im Wege. Ihr Pferd erwies sich als wichtiger Faktor für das gute Ergebnis: „Er ist mit seinen 18 Jahren sehr gelassen“, sagt Claudia Döller-Ossenberg-Engels über den erfahrenen „Royal Flash“, war aber dennoch froh, nicht als Ersatzlongenführerin einspringen zu müssen. „Unsere Pferde sind alle jünger, und der Applaus, das Surren und Klicken der Kameras – das ist Übungssache, die auch die Pferde nach der langen Wettkampfpause erst einmal wieder lernen und als Input abspeichern müssen.“

Alica hat es für ihr erstes Turnier supergut gemacht, hat einmal tief durchgeatmet, ist eingelaufen und hatte Spaß. Sie ist nicht runtergefallen und das stärkt so ein Mädchen!

Claudia Döller-Ossenberg-Engels (Trainerin)

Zuschauer waren in Warendorf zwar nicht zugelassen, aber die Teilnehmer, die gerade nicht im Einsatz waren, saßen natürlich in der Halle, während Familie und Freunde zu Hause vor den Laptops mitfieberten. „Es war zwar sehr still, aber es wurde hin und wieder auch geklatscht“, spürte Alicas Trainerin in Warendorf die Atmosphäre, die für die Zwölfjährige noch absolutes Neuland war. „Doch sie hat es für ihr erstes Turnier supergut gemacht, hat einmal tief durchgeatmet, ist eingelaufen und hatte Spaß. Sie ist nicht runtergefallen und das stärkt so ein Mädchen. Zwar hat nicht alles geklappt, aber das stachelt ihre Motivation und ihren Ehrgeiz nur noch an“, war Döller-Ossenberg-Engels von Alica Englers Auftritt sehr angetan. Nach der Pflicht sogar Neunte, verabschiedete sich die junge Sportlerin nach der Kür schließlich als Zehnte aus Warendorf – es dürfte nicht ihr letzter Auftritt im Kreis der Besten gewesen sein.

Beim RV Altena hofft man derweil, das Training dank der sinkenden Inzidenzwerte wieder intensivieren zu dürfen, zumal im Spätsommer die Westfälischen Meisterschaften in Münster (27. bis 29. August) terminiert sind. Die Deutschen Meisterschaften im Voltigieren folgen vom 24. bis 26. September in der Reiterstadt Verden.

Nach siebenwöchiger Pause haben auch Jolina Ossenberg-Engels und Timo Gerdes in dieser Woche zum ersten Mal wieder trainiert. Seit Anfang Februar gemeinsam mit Longenführerin Claudia Döller-Ossenberg-Engels wieder im Bundeskader, bremste eine Coronaerkrankung Timo Gerdes zwischenzeitlich lange aus. Auf einem Movie, einem beweglichen Holzpferd, konnte das Duo nun endlich die erste Trainingseinheit absolvieren. Das nächste Kadertraining ist für den 30. Mai terminiert.

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