Die schönsten Joggingstrecken im MK

An Talsperre im MK: Plötzlich sind sie da - Nacktradler!

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Nackter Fahrradfahrer (Symbolbild)

Märkischer Kreis - Nichtsahnend dreht Volontär Julian Witzel seine Jogging-Runde an der Jubach-Talsperre - als er plötzlich eine unerwartete Begegnung hat. Es sollte nicht die einzige an diesem Tag sein. 

Sauerland – Land der Natur und der Talsperren. Freizeitparadies und ein Paradies für Läuferinnen und Läufer? Volontär Julian Witzel, erfahrener Läufer und in Kerpen und damit in einem deutlich weniger bergigen Terrain zu Hause, testet in den Sommerwochen die Laufstrecken im märkischen Südkreis und stellt sie in einer Serie vor. Heute Teil 2: die Jubachtalsperre, die am besten direkt von der B54 aus zwischen Oberbrügge und Kierspe in der Ortschaft Vollme zu erreichen ist.

Bereits bevor ich die Strecke rund um die Jubachtalsperre wirklich erreicht habe, bin ich schon ordentlich am Schwitzen. Ein Parkplatz direkt an der Talsperre ist nicht zu kriegen. Knapp 200 bis 250 Meter entfernt müssen die Jogger und Spaziergänger ihr Auto stehen lassen. Beim Waldweg hoch zur Staumauer, die den Startpunkt der knapp 2,7 Kilometer langen Runde um die Jubach bildet, geht es stetig bergauf.

Anstrengender und damit anspruchsvoller als zu Beginn wird es auf der Rundstrecke nicht. Höhenmeter gibt es danach kaum noch zu bewältigen. Es sei denn, ein nicht ortskundiger Läufer aus dem Rheinland biegt an einer Stelle falsch ab und wundert sich nach einer Strecke von vier Kilometern mit einer, weiteren ordentlichen Steigung und der Begegnung mit zwei radelnden Nudisten und einem Rehkitz, wieso diese Runde um die Talsperre nicht endet und kein Land – in diesem Falle Wasser – in Sicht ist.

Blick von der Jubach-Staumauer.

 Klarer Fall: Ich habe verpasst, die richtige Kurve zu nehmen und bin weiter geradeaus gelaufen. Also geht es zurück, abermals vorbei an den Nacktradlern, die auf mehr Zweisamkeit gehofft hatten und ebenso irritiert dreinblicken wie ich.

Zurück auf dem richtigen Weg ärgere ich mich so über meine eigene Dummheit, dass ich über einen Stein stolpere und mich ordentlich langlege. Ein peinlicher Moment, den Gott sei Dank kein anderer mitbekommen hat – weder Nudisten noch Rehkitze sind auf dem Rundweg zu entdecken. 

Also rappele ich mich wieder auf und laufe weiter, zu einer meiner Lieblingsstrecken wird diese nach den Vorkommnissen allerdings nicht mehr, auch wenn sich der Weg prima dafür eignet, ein ordentliches Renntempo anzuschlagen. Erst danach entdecke ich, dass blaue Hinweisschilder mit der Aufschrift „Trinkwassertalsperre“ entlang der Strecke aufgestellt sind und so der Weg rund um die Jubach klar vorgegeben ist. Der Fehler liegt einzig bei mir...

Auch für Anfänger ist die Strecke ideal, eine Runde von 2,7 Kilometern ist zu Beginn einer Laufkarriere ein guter Einstand, und zudem besteht die Möglichkeit, sich langsam an weitere Runden heranzutasten. Jeder weitere Schritt ist dabei ein Erfolg. Der Untergrund ist nicht mein bevorzugter.

Ich liebe den glatten Asphalt, der tiefe und weiche Waldboden ist nicht meins, aber jedem das seine. Wie bereits in der ersten Folge angedeutet, ist dies eine Glaubensfrage unter Joggern, aber es hat meiner Meinung nach schon seinen Grund, wieso bei einer hohen Prozentzahl an professionellen Rennen der Untergrund asphaltiert ist. Die Strecke bleibt mir trotzdem in Erinnerung, ich hoffe das Kopfkino vergeht nach einer Zeit wieder...

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