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Trainer fühlt sich überflüssig

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Von: Marc Kusche

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Wird rund 14 Tage ausfallen: Phil Lausen. © Hellwig

Hagen - Das war mehr als deutlich: Zum Hinrundenausklang kassierte Handball-Landesligist HSG Lüdenscheid seine höchste Saisonniederlage, kam am Samstag beim Tabellenzweiten TuS Volmetal II mit 19:36 (8:16) unter die Räder.

„Hier kann man verlieren, aber nicht so. Das war das Schlechteste, was ich die letzten Jahre gesehen habe, fühlte mich auf der Bank völlig überflüssig, weil jeder gemacht hat, was er wollte. Ich kann mich bei unseren mitgereisten Zuschauern für diese katastrophale Vorstellung nur entschuldigen“, war auch Trainer Volker Schnippering bedient und weit davon entfernt, irgendwen auch nur ansatzweise in Schutz zu nehmen. 

Das galt insbesondere für Beckmann, der von vielen Ausfällen der größte war. Was er sich ohne Not an technischen Fehlern und Pässen ins Niemandsland erlaubte, ging schon nicht mehr auf die berühmte Kuhhaut. 

Entschieden war die Partie eigentlich schon nach gerade einmal neun Minuten, denn da führten die Hausherren bereits mit 6:0. Mit einer offensiven, aggressiven und sehr physisch zu Werke gehenden Defensive kaufte die TuS-Reserve dem Gast schnell den Schneid ab, drückte vorne mächtig aufs Tempo und traf hoch effizient. 

Gute Chancen ergaben sich zwar auch für die Bergstädter, doch Hurlbrink und Füller (frei durch) sowie Plate per Siebenmeter scheiterten kläglich. So sah sich Schnippering zu einer Auszeit genötigt – und die fruchtete zumindest kurzfristig. Gut fünf Minuten blieb sein Team ohne Gegentor, verkürzte auf 2:6 – um dann aber sukzessive in seine Einzelteile zu zerfallen. 

Hinten weiter kräftig zupackend, vorne mit Tempo und spielerisch teils sehr sehenswert, dazu torgefährlich über alle Positionen entschwand das Schneider-Team über 9:2 (16.) bis zum Seitenwechsel bereits auf 16:8. Und dieser Trend hielt auch nach der Pause an, spätestens nach dem 22:10 (37.) war klar, dass es für die HSG ein Debakel setzen würde. 

Hinten immer löchriger, vorne ideenlos – die Gästezuschauer mochten kaum mehr hinsehen. Einzig beide Torhüter, die Kreisläufer Kedzierski und Nitsch sowie nach der Pause Lausen hielten noch dagegen. Für Letztgenannten war dann zu allem Überfluss nach 50 Minuten aber Schluss: Er zog sich eine Kapselverletzung am kleinen Finger der Wurfhand zu, wird rund 14 Tage pausieren müssen. 

TuS II: Schäfer, Nöckel (n.e.) – Kaiser (2), Hirt (5), Schliepkorte (2), Sokat (1), Sklarski (2), Binder, Schmidt (5/1), Jozinovic(5), Lorch, Y. Blümel (4/2), Kersebaum (6), Scholl (4)

HSG: Ferizi, Kämmerer (ab 40.) – Bölling, Hurlbrink, Füller (2), Plate (2), Beckmann (3), Ahmad, Lausen (6/2), Kedzierski (2), Fenner (2), Nitsch (2) 

Schiedsrichter: Helwig/Müter 

Zeitstrafen: TuS II 5, HSG 4

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