Rücktritt: HSG Lüdenscheid ab sofort ohne Trainer Fath

+
Gibt ab sofort nicht mehr die sportliche Richtung bei der HSG Lüdenscheid vor: Davor Fath trat nach 17 Jahren bei der HSG Lüdenscheid mit sofortiger Wirkung als Trainer zurück.

Lüdenscheid - Paukenschlag bei der HSG Lüdenscheid: Der Handball-Landesligist und Trainer Davor Fath gehen ab sofort getrennte Wege. Die Vorstandsriege der Lüdenscheider Handballer um Sprecher Sören Miossec ist auf der Suche nach einer Interimslösung, bevor zur Spielzeit 15/16 mit Volker Schnippering ein ehemaliger Spieler und Coach auf die Trainerbank im Bergstadt-Gymnasium zurückkehrt.

Von Jörg Hellwig

Vor allem der Zeitpunkt der Entscheidung überrascht: Zwar hatte die neue sportliche Führung mit Miossec und Männerabteilungsleiter Niclas Beckmann schon Anfang Dezember nach dem misslungenen Saisonstart mit 6:14-Punkten intensive Krisengespräche geführt, eine mögliche Demission Davor Faths war nach uns vorliegenden Informationen allerdings am Veto des ehemaligen stellvertretenden Abteilungsleiters Reinhard Grünefeld gescheitert.

Der Kroate Fath hatte auf die Krise mit einem lautstarken Appell an Willen und Leistungsbereitschaft der Akteure reagiert sowie deren absolute Identifikation mit dem Klub gefordert. Mit Erfolg: Mit veränderter Körpersprache, individuellen Fähigkeiten und Kampfgeist von erster bis letzter Sekunde hatte das Team ein anderes Gesicht gezeigt. Die HSG überzeugte viermal, holte drei Siege und verlor letztlich nur aufgrund unglücklicher Schiedsrichterentscheidungen in Arnsberg.

Dennoch – in dieser Woche hatte die sportliche Leitung der HSG eine konzeptionelle Neuausrichtung der Mannschaft für die Spielzeit 2015/16 vorgegeben und Davor Fath mitgeteilt, dass der Trainerposten dann mit dem ehemaligen HSG-Spieler und -Coach Volker Schnippering – auch mehrere Jahre in Halver und Schalksmühle-Halver in gleicher Funktion tätig – neu besetzt werden würde.

Allerdings sprachen Sören Miossec und Niclas Beckmann Davor Fath, der seit 1998 in 17 Jahren als Spieler, Spielertrainer und Trainer das Gesicht des einzigen reinen Lüdenscheider Handballvereins wesentlich geprägt hatte, nicht zuletzt aufgrund der jüngsten sportlichen Entwicklung das „volle Vertrauen“ bis zum Saisonende aus. Doch Davor Fath wäre nicht er selbst, hätte er nicht seine eigenen Gedanken zum Thema entwickelt. Und so zog er mit der von ihm geforderten Einstellung „110 Prozent HSG“ dann auch die Konsequenz und trennte sich mit sofortiger vom Traineramt in seiner zweiten Heimat Lüdenscheid.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare