Fußball-Bezirksliga 6

Mit Rückenwind zu den nächsten "Dreiern"

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Kämpfte zuletzt um seine Normalform: RWL-Kapitän Richard Dissing (rechts), dem ein Erfolgserlebnis mit Blick auf kommende Aufgaben einen Schub geben könnte.

Kreisgebiet - Den Rückenwind der letzte Erfolge über Berchum/Garenfeld  und Türkiyemspor Hagen wollen die beiden heimischen Staffel-6-Bezirksligisten Rot-Weiß Lüdenscheid und TuS Grünenbaum am Sonntag zu den nächsten "Dreiern" nutzen.

BW Voerde - RW Lüdenscheid (Sonntag, 15 Uhr, Naturrasen Tanneneck, Helkenberger Weg in Ennepetal): Es ist eine Ausnahme und hat nichts mit etwaiger Geringschätzung der kommenden Gegner zu tun: Aber RWL-Trainer Martin Rost blickt einmal schon auf Spieltag zwölf voraus, auf das Duell mit „Übermannschaft“ SpVg Hagen 11. Das soll nämlich ein echtes Spitzenspiel werden und bestimmt schon die Vorgaben für die Spiele am Sonntag bei Blau-Weiß Voerde sowie in der Woche darauf gegen Deilinghofen-Sundwig.

„Wir wollen beide Spiele gewinnen, damit es ein echter Knüller wird“, hat sich Rost mit seiner Mannschaft zum Ziel gesetzt, nachdem sein Team die leistungsmäßige Talsohle am Vorsonntag beim Heimsieg über Berchum-Garenfeld offenbar durchschritten hat. „Da haben wir schon gut gespielt, aber wir können es noch besser und das wollen wir in Voerde beweisen“, blickt der Coach auf das Duell mit dem Vorjahresachten, der ausgezeichnet aus der Startlöchern gekommen ist und in den ersten acht Begegnungen auch schon fünf Siege auf seinem Habenkonto verbucht hat.

„Mit Sicherheit eine starke Mannschaft, die vor allem in der Offensive gefährlich ist“, hatte sich Rost vorinformiert, aber am Wochenende noch ein Videostudium vom Kontrahenten vor der Brust. Obwohl auch die Voerder auf Naturrasen spielen und deshalb wohl gegenüber dem Gast einen Vorteil haben, sieht der Rot-Weiß-Trainer die Hausherren nicht ganz so heimstark wie Neuling Schwelm, mit dem RWL die Punkte teilte. Deshalb ist auch der Dreier das große Ziel gegen die Hornschuh, Pflüger, Kupilas, Kiewitt und Co., will sich RWL nicht mit einem Zähler begnügen.

Gar nicht recht kommen dem Coach da allerdings mehrere erzwungene Umstellungen: Torhüter Brackmann steht für die nächsten beiden Spiele berufsbedingt nicht zur Verfügung, zudem muss Innenverteidiger Linneboden (durch seine Ausbildung verhindert) ersetzt werden. Ein Umbau der acht Mal sehr gut funktionierenden Innenverteidigung mit Besirlioglu, der sicher weh tut, zudem mehrere Optionen offenlässt (Sattler, Scheerer, Mai) die aber wiederum weitere Umstellungen nach sich ziehen würden. „Wir werden uns etwas einfallen lassen“, sagt Rost, der weiter nur auf Langzeitausfall Finke und den nach wie vor angeschlagenen Tuz (Oberschenkelzerrung) verzichten muss.

RWL: Reischel, Forkel – Yilmaz, Besirlioglu, Ertelt, Akdag, Maatalla, Sattler, Scheerer, Mai, Breitenbach, Schönrath, Dissing, Neuke, Jindou, Schwenck, Schwarzer

SSV Kalthof - TuS Grünenbaum (Sonntag, 15 Uhr, SSV-Arena): Dieser Sieg war Balsam für die Seele. Der letztwöchige 5:0-Heimerfolg über Türkiyemspor Hagen hat Bezirksliga-Neuling TuS Grünenbaum vor allem eins gezeigt: Es geht doch! Und genau das soll nun auch der SSV Kalthof zu spüren bekommen. „Dieser Sieg gibt uns neues Selbstvertrauen“, unterstreicht TuS-Trainer Uwe Hartmann, wie wichtig dieser Brustlöser für seine Mannschaft war – zumal der Sieg ja sogar noch um ein, zwei Treffer höher hätte ausfallen können.

Auf das Tabellenbild hat sich der Erfolg dahingehend ausgewirkt, dass die Grünenbaumer nicht mehr auf einem Abstiegsplatz stehen, obwohl sie sogar ein Spiel weniger bestritten haben als die unmittelbar vor ihnen rangierenden SV Deilinghofen-Sundwig und SSV Kalthof. Im direkten Duell mit einem dieser beiden Kontrahenten besteht nun dementsprechend die Möglichkeit, mindestens eins dieser Teams hinter sich zu lassen.

„Wir dürfen nicht verlieren“, nennt Uwe Hartmann das Minimalziel und wünscht sich „bestenfalls natürlich den nächsten Dreier“, wie er sagt. Gleichzeitig liegt dem TuS-Coach aber auch viel daran, dass seine Schützlinge den SSV Kalthof nicht an dessen bisherigen Ergebnissen messen. „Diese Mannschaft ist stärker, als es momentan den Anschein hat“, warnt er vor dem Vorjahressechsten, der sieben seiner bisherigen neun Punktspiele verloren hat: „Das wird kein Spaziergang für uns!“ Auch deshalb ist Hartmann natürlich froh, morgen wieder über einen gelernten Torhüter zurückgreifen zu können. Anstelle von Not-Keeper Jan Schukanov wird morgen Bilal Kaldirim zwischen den Pfosten, während Pascal Beste mit seiner im Trikot der 2. Mannschaft erlittenen Prellung weiterhin aussetzen muss.

Zudem hofft Bezirksliga-Aufsteiger darauf, dass Felix Höngen morgen trotz nach wie vor bestehender Oberschenkelprobleme abermals mitmischen und der Abwehr Stabilität verleihen kann. Zwei weitere Akteure, die zum Sieg gegen Türkiyemspor Hagen beitrugen, fallen hingegen aus: Moritz Marek (Zerrung) und Elia König (Urlaub).

TuS: Kaldirim – Dogan, Gillmann, Hamel, Höngen (?), Neuhaus, Renneckendorf, Bilge, Hense, Kochta, Yilmaz, Wolter, Eicker, Klahr

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