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Spielansetzung mit Hindernissen: Viertelfinale jetzt auf einem anderen Platz

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Von: Marc Kusche, Michael Jeide

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Türkiyemspor Plettenberg - TSV Oestertal
Fadi Mrida (links) wird Türkiyemspor Plettenberg im Pokalspiel coachen. © Jeide, Michael

Welch ein Termin-Hickhack rund um das Viertelfinalspiel im Krombacher-Kreispokalwettbewerb zwischen dem SC Lüdenscheid und Türkiyemspor Plettenberg. Ursprünglich sollte die Begegnung ebenso wie die weiteren drei Partien zwischen dem 2. und 5. November stattfinden. Bezüglich des Tages und auch einer Uhrzeit kamen die beiden A-Ligisten aber nicht auf einen gemeinsamen Nenner, sodass Pokalspielleiter Klaus Scharf das Match kurzerhand für den Nachmittag des 20. Novembers neu ansetzte. 

Lüdenscheid/Plettenberg - Aber auch das ließ sich nicht realisieren, da zu diesem Zeitpunkt in der LüWo-Arena am Wehberg Jugendspiele stattfinden. Also Kommando zurück: Beginn der Partie sollte um 18.15 Uhr sein.

Diese Uhrzeit war bis Donnerstag fix, dann jedoch stellte sich heraus, dass ein defekter Flutlichtmast nicht bis Samstag repariert werden kann. Daraufhin ließ der SC am Donnerstagnachmittag via Facebook verlauten, dass das Match auf den 19. Dezember verlegt wird. Das wiederum rief sowohl Türkiyemspor als auch Scharf auf den Plan, die sich mit einer erneuten Verlegung nicht einverstanden zeigten. Und mit Hilfe von Dierk Gehlhausen, bei der Stadt Lüdenscheid für die Belegung der Sportplätze zuständig, wurden endgültig Nägel mit Köpfen gemacht: Die Partie findet nunmehr auf dem Sportplatz Wefelshohl statt, Beginn 15.30 Uhr.

Das allerdings stößt beim SC Lüdenscheid nicht gerade auf Begeisterung. „Wir haben kein Heimspiel, keine Einnahmen aus Verkauf von Essen und Trinken, denn die Verkaufshütten am Wefelshohl stehen uns nicht zur Verfügung. Dazu kommt die beste Bundesliga-Zeit von 15.30 Uhr, die uns sicher auch noch einmal Zuschauer kosten wird. Das ist alles nicht gut gelaufen“, spart SC-Trainer Matthias Thielicke in Richtung des Gegners und Klaus Scharf nicht mit Kritik.

Dazu gibt es gravierende personelle Probleme. „An diesem Wochenende wäre ja eigentlich spielfrei gewesen, von daher hatten einige Jungs schon andere Pläne. Und auch die Liste der Verletzten und Erkrankten ist noch größer geworden“, wird Thielicke daher Anleihen aus der B-Liga-Reserve nehmen. Von daher taugen der Sieg im Meisterschaftsduell (3:2 in Plettenberg) und das letztwöchige 6:4-Spektakel im Derby gegen den TSV Lüdenscheid für ihn nicht als Gradmesser: „Favorit sind wir am Samstag auf jeden Fall nicht.“

Zumal der Gast aus der Vier-Täler-Stadt in den letzten Wochen deutlichen Aufwärtstrend erkennen ließ. Umso überraschender, dass nach dem 11:0-Kantersieg gegen Hellas Lüdenscheid und Sprung auf Tabellenplatz sechs die Trennung von Cheftrainer Efthi Douros in beiderseitigem Einvernehmen verkündet wurde. Einen Nachfolger gibt es noch nicht, als Interimscoach an der Seitenlinie soll heute der angeschlagene Fadi Mrida fungieren. Er leitete in dieser Woche bereits das Training und freut sich, „dass es doch noch mit dem Spiel geklappt hat, da die Jungs sehr gut trainiert haben und sehr heiß auf das Spiel sind.“

Auch die Plettenberger sind allerdings nicht komplett. So wird Emre Özcan nicht dabei sein und auch bei Salih Öztürk stehen die Chancen auf einen Einsatz schlecht. „Uns ist bewusst, was für eine spielstarke Mannschaft der SC Lüdenscheid ist, aber trotzdem werden wir es ihnen nicht leicht machen“, kündigt Mrida reichlich Plettenberger Widerstand an.

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