Viele Fehler und toller Kampf der HSG Lüdenscheid

Bot in Hagen-Dahl nach dem Wechsel eine ganz starke Vorstellung: HSG-Linkshänder Sebastian Bölling.

HAGEN ▪ Die Fehlerquote war beträchtlich, aber weil der tolle Kampf der sonst so auswärtsschwachen HSG Lüdenscheid in Dahl noch mit einem 35:35 (14:15)-Remis beim TuS Volmetal belohnt wurde, machte sich Lüdenscheids Anhang zufrieden auf den Heimweg.

Nur Coach Friedhelm Ziel, der fünf Minuten vor Schluss beim 30:33 mit dem Punktgewinn hoch zufrieden gewesen wäre, haderte mit der letzten Entscheidung der Unparteiischen. Als Zwei-Zentner-Mann Thomas Kersebaum nämlich den kleinen Lüdenscheider Spielmacher Daniel Opitz wie eine Dampfwalze vor sich her schob, entschieden Hopp/Salomo auf Abwehr durch den Kreis. Den Siebenmeter nutzte Prüfer neun Sekunden vor Schluss zum Ausgleich. „Da fühle ich mich um den Sieg betrogen“, bilanzierte Ziel nach dem finalen Pfostentreffer von Thomas Voss auf der Gegenseite.

Der Coach bemängelte die hohe Fehlerquote seiner Mannschaft im „taktischen Bereich, wenn wir ohne Not in Unterzahl etwa unbedingt den Gegenstoß suchen“, hatte auch keinen Gefallen an einigen weggeworfenen Bällen (Schnippering, Luft und Voss) gefunden und konnte vor allem unterm Strich nicht zufrieden mit der Deckung sein. Zu leicht machten es die Bergstädter dem langen Domaschk oder Räume für Kreisläufer Blümel oder den einlaufenden Prüfer. So lief die HSG beständig einem Rückstand hinterher, hätte bei mehr Biss vor dem eigenen Kreis und einem Bahr in der Form der Vorwoche zur Pause führen können, anstatt 14:15 zurückzuliegen.

Nach dem schnellen Ausgleich zum 17:17 (34.) das gleiche Bild wie vor dem Wechsel: Immer, wenn sich die HSG anschickte, den TuS zu überflügeln, stellten sich wieder Schwächen ein, die Volmetal wieder auf zwei bis drei Tore davonziehen ließen. Auch weil der überraschend doch einsatzfähige Beckmann (2) und Voss binnen acht Minuten nach dem 24:23 (43.) dreimal das Gebälk anvisierten. Doch die HSG resignierte nicht: Der mit zunehmender Spielzeit immer stärkere Opitz eröffnete Abschlusslösungen, vor allem der am Samstagabend ganz starke Bölling und Voss und Tempospezialist Füller schossen die HSG wieder heran und durch Voss’ zwölften Treffer (59:37) vermeintlich sogar auf die Siegerstraße. - Jörg Hellwig

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