Rainer Franke coacht TuRa Brügge

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Zuversichtlich trotz vieler Probleme: TuRa Brügges neuer Trainer Rainer Franke.

Lüdenscheid - Rückblick: Es war in der Winterpause der gerade abgelaufenen Saison, als das Trainerduo von A-Ligist TuRa Brügge, Holger Koth und Jens Frank, seinen Abschied zum Ende der Spielzeit 2014/15 bekanntgab. Rund ein halbes Jahr ist vergangen, jetzt steht der Nachfolger fest: Es ist das Brügger Urgestein Rainer Franke.

Ganz ehrlich: Mit einer solchen Entwicklung hätte ich noch vor wenigen Wochen nie und nimmer gerechnet. Aber jetzt musste einfach etwas passieren“, blickt der 53-Jährige, zugleich seit Jahren 2. Geschäftsführer des Vereins, aus seiner Sicht auf wenig erfreuliche Monate zurück. Priorität seines Bruders Torsten, 1. Vorsitzender von TuRa, war es eigentlich, einen externen Trainer zu verpflichten. Das aber klappte nicht, als letzter Kandidat sagte am Dienstag vergangener Woche Heiko Hallmann ab.

„Die Gründe, warum Einige abgesagt haben, kann ich nicht unbedingt nachvollziehen, aber das ist jetzt auch egal. Nachdem Heiko es aber auch nicht machen wollte, habe ich nur noch gedacht, dass es so nicht weitergehen kann. Ein halbes Jahr Suche, und noch immer kein neuer Trainer. Da ist bei mir der Entschluss gereift, es selber zu probieren. TuRa Brügge ist für mich eine Herzensangelegenheit, und es muss weitergehen. Denn die Vorausssetzungen mit unserer Anlage sind doch eigentlich optimal. Das habe ich den weiteren Vorstandmitgliedern mitgeteilt, und so werde ich es jetzt versuchen“, schildert der ehemalige Stürmer seine Beweggründe.

Vierköpfige Unterstützung

Über Erfahrung verfügt er aus seiner aktiven Zeit (unter anderem in der Bezirksliga bei RW Lüdenscheid und TuRa Brügge) zu Hauf, als Trainer, abgesehen von einem halbjährigen Gastspiel als Co-Trainer bei der A-Jugend von TuRa, indes nicht. „Ich sehe das aber nicht als Problem an, kenne mich im heimischen Kreis bestens aus und habe genügend Kontakte. Außerdem bin ich ja auch nicht allein“, kann Franke auf vierköpfige Unterstützung bauen: Frank Scherfer kümmert sich um die Torhüter, Ex-TuRa-Coach Oliver Kebekus um die Fitness, dazu werden auch Tilmar Kinsky und Andreas Krugmann mithelfen.

Und zu tun haben Franke und Co. ad hoc mehr als genug, denn die Wechselfrist endet in wenigen Tagen. „Aktuell verfüge ich für die neue Saison über sechs Spieler. Von daher werden wir jetzt viele Gespräche führen. Zum einen, um den ein oder anderen Wechselwilligen noch umzustimmen, zum anderen mit potentiellen Neuzugängen“, so der 53-Jährige, der am Sonntag, 19. Juli, ab 13 Uhr zum Trainingsauftakt (inklusive Picknick) nach Winkhausen bittet. Dass es ein ganz schwieriger Weg werden wird, an dessen Ende sportlich der Klassenerhalt nach der Saison 2015/16 stehen soll, ist Rainer Franke bewusst: „Aber wie gesagt: TuRa Brügge ist und bleibt für mich eine Herzensangelegenheit.“

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