HSV verpflichtet serbischen Profi

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HSV-Trainer Friedhelm Ziel (links) und der sportliche Leiter Dirk Schulte begrüßten Danilo Lekovic.

Werdohl - Einem glücklichen Zufall hat es Handball-Verbandsligist HSV Plettenberg/Werdohl zu verdanken, dass er im Abstiegskampf kurzfristig den Kader verstärken kann. Danilo Lekovic, 32-jähriger serbischer Handball-Profi, wechselt zum Team von Friedhelm Ziel.

Von Markus Jentzsch

Lekovic hat in Werdohl Verwandtschaft. Und Jugoslav Lakic stellte dann den Kontakt zu dem 192 cm großen Linkshänder her, der zuletzt im Iran sein Geld mit dem Handball verdiente. „Wir haben ja schon beim Amtsantritt von Friedhelm Ziel über einen Plan B, sprich eine personelle Verstärkung des Kaders, nachgedacht“, erklärt Dirk Schulte, Sportlicher Leiter der HSV Plettenberg/Werdohl. „Dass es jetzt geklappt hat, freut uns umso mehr“, ergänzt er, denn aus der Region Verstärkungen zu verpflichten, die die Mannschaft weiterbringen und außerdem sofort spielberechtigt sind, sei so gut wie unmöglich.

Zweimal gewann Lekovic die nationalen serbischen Meisterschaften mit Roter Stern Belgrad: in der Saison 2005/2006 und 2006/2007. Außerdem hat er mit Belgrad Champions-League-Erfahrungen gesammelt und im EHF-Cup gespielt.

Seine Stärken, so der 92 Kilogramm schwere Rückraumrechte, seien sein harter und präziser Wurf und seine Schnelligkeit. Außerdem zeichne ihn sein ruhiger Charakter auf dem Parkett sowie seine Teamplayer-Qualitäten aus. Lekovic fühlt sich als Linkshänder auf der rechten Seite wohl, kann die HSV sowohl in der Offensive als auch in der Defensive verstärken. Der Linkshänder hat in Serbien für einige Klubs Handball gespielt, zuletzt wechselte er mit einem Kollegen, der mittlerweile in der Bundesliga untergekommen ist, in den Iran.

Vorerst ist die Verpflichtung zeitlich begrenzt. Der Aufenthalt von Danilo Lekovic ist an ein Touristen-Visum gekoppelt, das ihm eine dreimonatige Verweildauer erlaubt. Alexander Griessl, Vorsitzender der HSV, und Dirk Schulte schließen nicht aus, dass es zu einer längerfristigen Zusammenarbeit kommt. Das sei aber noch Zukunftsmusik. Aktuell warten die HSV-Verantwortlichen auf die noch ausstehende Freigabe des iranischen Verbands.

Am Montag landete Danilo Lekovic in Deutschland, nahm dann am Dienstagabend erstmals am Training der HSV in Plettenberg teil. Gegen Höchsten am Samstag wird er höchstwahrscheinlich noch nicht zum Einsatz kommen. „Vielleicht nach Ostern gegen Haltern“, hofft Dirk Schulte. Die spielfreie Osterzeit wird Trainer Friedhelm Ziel intensiv nutzen, um den Neuzugang ins Spiel zu integrieren. Nach aktuellem Stand wird es in der Verbandsliga zwei feste Absteiger und keine Relegation geben, fügt Dirk Schulte hinzu und geht davon aus, dass es Friedhelm Ziel und der Mannschaft – inklusive Lekovic – gelingen wird, den Klassenerhalt aus eigener Kraft sicher zu stellen.

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