HSV verliert in Oberaden

WERDOHL - Zweites Spiel in Folge gegen einen Topfavoriten der Handball-Verbandsliga, zweite deutliche Niederlage der HSV Werdohl/Versetal – aber deutlich mehr Licht als Schatten im Vergleich zum Spiel gegen die HSE Hamm vor einer Woche: Die HSV verlor beim SuS Oberaden 33:40 (10:22).

Sie verkaufte sich vor allem in der zweiten Halbzeit teurer, so teuer, dass ein 23:18 für die zweiten 30 Minuten unterm Strich stand. „Wir haben erhobenen Hauptes die Halle verlassen“, zollte Trainer Kai Henning seiner Sieben für die kämpferische Leistung Respekt.

Das Genick hatte sich Werdohl binnen weniger Minuten gebrochen. „In der zehnten Minute stand es 7:3 für Oberaden. Hätten wir unsere Möglichkeiten bis dahin besser genutzt, hätte es auch Unentschieden stehen können. Dann treffen wir zwei mal den Pfosten, kassieren eine Zeitstrafe und stellen uns in Unterzahl nicht gerade clever an – und schon steht es 12:3. Und diesen Toren sind wir bis zum Ende hinterhergelaufen“, fasste Kai Henning die entscheidenden Momente zusammen. Dazu kam, dass SuS-Keeper Vogel so stark parierte, wie Henning es befürchtet hatte. „Einfach nur überragend. Diese Leistung muss man anerkennen. Weil es uns aufgrund der personellen Probleme außerdem an Durchschlagskraft mangelte – Bardischewski mit seinen 14 Treffern ausgenommen – hatten wir einen schweren Stand“, meinte der Coach.

Halbzeit zwei war dann an relativ offener Schlagabtausch. Oberaden wechselte den Torhüter, „spielte auf den entscheidenden Positionen aber mit den Stammkräften weiter“, ergänzte Henning. Die HSV steckte nie auf und stand in der Abwehr deutlich besser als vor der Pause. „Das war richtig schön anzusehen“, lobte Henning, der erkannte, dass seine HSV schneller nach vorne spielte und die Konzepte griffen.

Weil Bardischewski wie gegen die HSE kaum zu stoppen war, nahm der Unterhaltungswert der Partie deutlich zu. Um dem Spiel eine neue Richtung zu geben, reichten die Bemühungen aber nicht aus. Dichter als bis auf acht Treffer kamen die Gäste nicht heran. „Wir haben mehr oder weniger mit acht Leuten durchgespielt, weil die anderen nicht fit oder angeschlagen sind. Das würden anderen Verbandsligisten auch nicht einfach so wegstecken. Ich hoffe nur, dass unsere Fans zu uns halten. Wir brauchen sie momentan mehr denn je“, appellierte er.

HSV: Griessl, Meckel – Fischer (5), Bluhm (6), Lakic (4), van der Hurk (2), Burzlaff (2), de Liello, Lengelsen, Lohmann, Bardischewski (14/2), Gadomski

Von Markus Jentzsch

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