FSV Werdohl verliert in Meschede

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Die FSV Werdohl um Emre Can Aydin (links) kam im Auswärtsspiel beim SSV Meschede erst in der zweiten Hälfte richtig auf Touren. Das war zu wenig, um den 0:1-Rückstand noch zu drehen.

Meschede - Die Köpfe bei den Spielern und Veranwortlichen der FSV Werdohl senkten sich, nachdem Schiedsrichter Durica Dzijan das Auswärtsspiel in der Fußball-Landesliga beim SSV Meschede abgepfiffen hatte. Trotz einer Leistungssteigerung in den zweiten 45 Minuten unterlagen die Werdohler am Sonntagnachmittag mit 0:1 (0:1).

Dabei erwischte die FSV im Sportzentrum Dünnefeld keinen schlechten Start. Falk Fischer prüfte mit einem Schuss aus gut 18 Metern erstmals Meschedes Torhüter Marvin Baum, der den Versuch jedoch entschärfte (3.). Kurz danach war der Ball aber schon auf der anderen Seite im Netz. SSV-Angreifer Oumar Toure verlängerte einen hohen Pass per Kopf auf Daniel Bilinski, der FSV-Schlussmann Simon Felbick zum 1:0-Führungstreffer überwand (9.).

Was beide Teams in der Folgezeit auf den Rasen brachten, war wenig mehr als Stückwerk. Die Hausherren kamen kaum noch vor das Werdohler Gehäuse. Die Gäste blieben vor allem aus der zweiten Reihe gefährlich, so etwa beim Freistoß von Murat Kaya aus gut 25 Metern, den Baum am unteren Eck um den Pfosten herum lenkte, oder beim Schuss von Redouane El Alami aus etwa 20 Metern. Baum ließ abprallen, doch kein FSV-Akteur setzte energisch genug nach.

Wie unzufrieden Werdohls Trainer Carsten Minker mit der Darbietung seines Teams in den ersten 45 Minuten war, zeigt die Tatsache, dass er schon zu Beginn des zweiten Durchgangs all seine drei Wechseloptionen zog. „Ich war mit der ein oder anderen Vorstellung nicht einverstanden. Es hätte aber auch noch vier, fünf Andere treffen können“, so Minker.

Zumindest in puncto Engagement und Wille waren bei den Gästen in Halbzeit zwei deutliche Fortschritte festzustellen. „Da haben wir deutlich mehr investiert und riskiert“, konstatierte Minker. So brenzlig wie in der 72. Minute, als Emre Aydin ein Eckball des eingewechselten Kosta Sarris vor die Füße fiel und ein Mescheder auf der Torlinie klären musste, wurde es aber selten. Das lag vor allem daran, dass der letzte Pass vor dem möglichen Abschluss häufig beim SSV landete oder gänzlich ins Leere lief. So gelang es der FSV nicht mehr, die Partie noch zu drehen oder zumindest ein Remis einzufahren. „In den Zweikämpfen waren wir viel zu häufig nur zweiter Sieger“, bilanzierte Minker. Auch sein Blick ging beim Abpfiff erst einmal zu Boden.

SSV: Baum – Dröge, R. Mehovic, Pilarski, Cihan – Haumer, Geisthövel (83. Klur) – Yavuzaslan, Yilmaz, Bilinski (74. Mustafa) – Toure (67. S. Mehovic)

FSV: Felbick – Aydin, Langenberg, Kaya, Neuke – Benli (46. Krämer), El Alami, Sander, Fischer (46. Sarris) – De Luca (46. Schröder), Intravaia

Schiedsrichter: Durica Dzijan (Lippstadt)

Tor: 1:0 (9.) Bilinski

Von Christian Müller

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