HSV verliert einziges Test-Heimspiel knapp

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Die HSV-Abwehr funktionierte gegen Halingen nicht wie gewünscht. Ammelt und Co. kamen zu vielen leichten Toren.

WERDOHL - Der einzige Test des Handball-Verbandsligisten HSV Werdohl/Versetal im Rahmen der Vorbereitung vor heimischen Publikum lockte am Dienstagabend einige Zuschauer zum Riesei. Dass die HSV gerade im Heimspiel gegen den TV Westfalia Halingen nicht an die Leistungen der anderen Spiele anknüpfte, war ärgerlich, „aber kein Beinbruch“, meinte Trainer Kai Henning im Anschluss an die 33:34 (18:19)-Niederlage gegen den Landesligisten.

Das „Hinspiel“ hatte die HSV klar dominiert. Beim zweiten Anlauf begannen Bardischewski und Co. zwar ebenso vielversprechend, verließen aber noch im ersten Spielabschnitt die taktische Marschroute und verloren dann an Boden. Die Spieler hätten sich dann zu sehr mit ihren Fehlern in der Offensive auseinandergesetzt, analysierte Kai Henning. Als Folge hätte auch die Abwehr nicht mehr richtig funktioniert. Gegenseitige Schuldzuweisungen hätte es in allen anderen Tests bisher nicht gegeben. Henning wollte diese Tatsache aber nicht überbewerten.

Im Gegensatz zur phasenweise halbherzigen Abwehr überzeugte der Angriff über weite Strecken. Auch wenn sich die HSV für Hennings Geschmack nach einem starken kollektiven Beginn zu weit von den Konzepten entfernt hat. „Wenn wir aber aus der Bewegung kommen, dann sieht das richtig gut aus“, meinte der Coach.

Weil sich die HSV vor allem ab der 20. Minute zu sehr verstrickte, reichte der 16:12-Vorsprung nicht aus, um mit einer Führung in die Pause zu gehen. Fehler in der Offensive nutzte der TVH zu Gegenstößen, zu passives Abwehrverhalten münzten Ammelt, Warland und Co. reihenweise in leichte Treffer um. Dahinter konnte sich Torwart Griessl nicht auszeichnen.

Bardischewski, Fischer und van der Hurk zeichneten sich durch ihre Trefferquoten aus, Henning hätte aber gerne noch mehr kollektive Akzente gesehen. Dass die Partie am Ende mit 34:33 zugunsten des klassentieferen Gastes ausging, war zweitrangig.

Am kommenden Wochenende steht die Generalprobe in Volmetal auf dem Programm, ehe am 14. September die Saison mit der Partie gegen Höchsten beginnt.

HSV: Griessl – Gurol (4/2), Bluhm (1), Lakic (1), van der Hurk (6), Burzlaff (4), de Liello (3/1), Fischer (6), Bardischewski (7), Scharpe, Gadomski (1)

TV: Krumscheid – Ammelt (5), Warland (10), Hennemann, Bichmann (9), Strotkötter (2), Selle (4), Diederich (1), Meisterjahn (3)

Von Markus Jentzsch

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