Taekwondo

Neues Domizil dringend gesucht

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Lüdenscheids Taekwondoka müssen die Turnhalle Wefelshohl (Foto) vor den Sommerferien räumen.

Lüdenscheid - Die beiden Lüdenscheider Kampfsportklubs Olympic Taekwondo und Taekwondo Lüdenscheid verlieren ihre sportliche Heimstätte, können dank eines Zeitgewinns aber zumindest kurzfristig noch einmal Durchatmen:

Nicht wie ursprünglich angekündigt schon zum 1. April, sondern erst zu Beginn der Sommerferien müssen die Sportler ihr Domizil in der Turnhalle der ehemaligen Hauptschule Wefelshohl räumen. Anfang des Jahres nämlich hatte die städtische Entwicklung um die Rückgewinnung der alten Hauptschule als neues Grundschulgebäude mächtig Fahrt aufgenommen. Klar ist, dass die neue zusätzliche Schule auch wieder auf die bestehende Turnhalle Wefelshohl wird zurückgreifen müssen. 

Bloß war die nach dem Auszug von Hauptschülern und Vermietung des Gebäudes zum idealen Standort für die Kampfsportler der eher leistungssportlich orientierten Olympic-Kämpfer und der eher breitensportlich aktiven Taekwondo-Kämpfer avanciert: Gerade für die Leistungssportler hatten Klubs und Stadt aufgrund der alleinigen Nutzung der Halle durch die Kampfsportler dauerhaft verlegte vielteilige Kampfmatten angeschafft, die nicht einfach beiseite geräumt werden können. 

„Zwei Stunden benötigt man für Ab- und Aufbau schon“, macht Olympic-Chef und Stadtsportverbands-Vorsitzender Michael Meyer den nicht leistbaren Aufwand einer „Umrüstung“ deutlich. Diese Ausstattung, die Lüdenscheid in Verbindung mit erfolgreichen Kämpfern und Trainern zwischenzeitlich auch zum Landesleistungszentrum werden ließ, bevor Verbandsstreitigkeiten mit langjährigen gerichtlichen Nachspielen zumindest eine diesbezügliche Pause bedingten, wird nun zum Bumerang für die Kampfsportler. 

Die hätten natürlich auch in Zukunft gern einen Standort, den sie exklusiv nutzen und damit dort die Matten dauerhaft liegen lassen können. „Wir versuchen alles, um eine praktikable Lösung für die Kampfsportler zu finden“, sichert Dierk Gelhausen vom Fachdienst Schule und Sport der Stadt den Klubvorsitzenden Meyer und Rolf Granzow volle Unterstützung zu, räumt aber ein: „Das wird schon eine schwierige Sache, weil Hallen mit Schulsportbetrieb für eine solche Nutzung wegfallen.“ 

Die beiden Vereine, die zu Beginn des Jahres vom „Platzverweis“ informiert wurden, haben auch eigenständig die Initiative ergriffen und in brach liegenden Gebäuden und Fabrikhallen nach geeigneten Objekten gesucht, die aber auch noch über zwei getrennte Sanitärbereiche verfügen müssen. „Das ist schwierig“, sieht Michael Meyer nicht nur die baulichen Voraussetzungen als problematisch an, er verweist auch auf die finanziellen Belastungen bei einer Bedarfsfläche von rund 300 Quadratmetern: „1000 Euro können wir als Verein sicher monatlich nicht aufbringen.“ 

Und Zuschüsse dürften angesichts der Haushaltslage der Stadt kaum eine gangbare Alternative sein. Bleibt weiter die intensive Suche nach einer im Besitz der Stadt befindlichen Immobilie, da ist Gelhausen froh, Zeit bis zu den Sommerferien zu haben. „Der 1. April als Stichtag für den Beginn erforderlicher Umbauarbeiten an der Wefelshohler Turnhalle hat mich wegen der Kampfsportler schon gewaltig ins Schwitzen gebracht.“

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