RWL: Ordnung erst nach der Pause

Hier zwar beim Freudenberger Führungstor durch Jan Kemper machtlos, bewahrte RW-Keeper Jonas Brackmann seine Farben mehrfach mit tollen Paraden anschließend vor einem höheren Rückstand. Trainer Marco Sadowski erwartet aber verbal beim Ordnen der Viererkette noch klarere Ansagen vom Zerberus der Rot-Weißen. - Foto: Hellwig

Lüdenscheid -  „Sicher auch ein wenig glücklich, aber nicht unverdient“, hakte Rot-Weiß Lüdenscheids Trainer Marco Sadowski am Tag danach den wichtigen 3:1-Erfolg seiner Mannschaft im Spitzenspiel gegen Fortuna Freudenberg ab.

Durch den Sieg hatte Rot-Weiß Lüdenscheid die Tabellenführung in der Bezirksliga verteidigt.

Nicht gefallen hatte dem Coach die erste Halbzeit: „Da haben wir nicht so diszipliniert wie in den vergangenen Wochen gespielt, sondern unsere Grundordnung oft verloren“, ärgerte er sich darüber, dass die Siegerländer wesentlich schneller und besser ins Spiel fanden und die Bergstädter vor große Probleme in der Defensive stellten. „Da haben wir die Gegenspieler immer wieder übergeben und übergeben und zum Schluss wusste niemand mehr, wen er eigentlich decken sollte“, kritisierte Sadowski das Defensivverhalten seiner Elf vor dem Wechsel, das er wiederholt vergeblich von außen zu korrigieren versuchte.

Brackmann verhindert höheren Rückstand

Das gelang erst zur Pause, nachdem zuvor Keeper Jonas Brackmann wiederholt einen höheren Rückstand verhindert hatte und sein Team durch einen Foulelfmeter (Weber an Schönrath) mit dem 1:1 ins Spiel gekommen war. Im Gegensatz zum sportlichen Leiter der Freudenberger, Mieke Rosenthal, der gegenüber Siegener Pressevertretern äußerte: „Von den drei gegebenen Elfmetern war aus meiner Sicht keiner pfeifenswert“, sah Sadowski das anders: „Der Elfmeter Freudenbergs war sicher unberechtigt, das hat wohl jeder gesehen. Bei unserem ersten Strafstoß war ich zu weit weg, der zweite ist auf jeden Fall einer. Aber der Schiri hatte sicher keinen guten Tag erwischt“, dachte der RW-Coach an viele Fehlentscheidungen bei vermeintlichen oder tatsächlichen Abseitsentscheidungen des jungen Unparteiischen Kissmer.

Ungeachtet dieser Misstöne aber übernahm RWL nach Wiederbeginn das Kommando, spielte nur die gut begonnenen Angriffe nicht konsequent genug aus, um die Partie nach dem 2:1 frühzeitiger zu entscheiden. „Aber wir sind körperlich gut drauf, das hat man am Ende gesehen“, freute sich Sadowski über das Stehvermögen, das diesmal wohl den Ausschlag – wenn auch etwas glücklich – gab.

„Haben uns dieses Glück verdient“

„Dieses Glück haben wir aber verdient, weil wir in der Vergangenheit auch oft genug Pech gehabt haben“, meint der Trainer, der den erst zur 65. Minute eingewechselten Soufian Maatalla keineswegs wieder vom Feld genommen hatte, weil das Spiel am Youngster vorbeilief: „Soufian war auf den Kopf gestürzt und ihm war schwindlig, deshalb musste er runter.“

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