HSV Werdohl/Versetal will beim ASV Hamm II Revanche

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Im Hinspiel unterlag die HSV Werdohl/Versetal (hier Dominic Scheerer) dem ASH Hamm II deutlich. Im zweiten Anlauf soll es besser klappen, die personellen Voraussetzungen sind diesmal vielversprechend.

Werdohl - Am 24. von 26. Spieltagen in der Handball-Verbandsliga könnte sich die Frage hinsichtlich der Reihenfolge am Ende des Klassements klären. Denn am Samstag finden zeitgleich zwei Kellerduelle statt: Die HSV Werdohl/Versetal (Platz 12) tritt ab 19.15 Uhr beim punktgleichen Tabellenelften ASV Hamm II an, während das Ligaschlusslicht aus Telgte Borussia Höchsten (13.) empfängt.

Sollte die HSV ihr Spiel gewinnen, Höchsten in Telgte verlieren, dann hätte die Henning-Sieben zumindest den drittletzten Platz sicher. Aktuell würde sie sogar an der Hammer Reserve vorbeiziehen, hätte somit auch den vermeintlichen Relegationsplatz verlassen – ungeachtet der geplanten Fusion zwischen der HSE und dem ASV Hamm und den Folgen. HSV-Trainer Kai Henning möchte sich an diesen Rechenspielen nicht beteiligen, solange es seine Mannschaft selbst in der Hand hat, den Klassenerhalt sicherzustellen.

Apropos „selbst in der Hand haben“: Das sei eigentlich ein Wunder, wenn man sich den Verlauf der Saison mal zu Gemüte führt, meint Henning. In der spielfreien Phase über Ostern tauschte sich Henning mit seinem Co. Jörg Klose aus, sie analysierten die bisherige Statistik. „Mir wäre lieber, wenn die Saison schon zu Ende wäre. Sie war lang und schwer – und von vielen Ausfällen und Verletzungen geprägt. Ich glaube, es hat keinen einzigen Spieler gegeben, der in allen Spielen fit zur Verfügung stand“, sagt Henning und ist immer wieder aufs Neue erstaunt, wie gut die Mannschaft das wegsteckt. „Die Stimmung ist immer noch gut“.

Allerdings haben die Werdohler vor dem wichtigen Spiel in Hamm eine weitere Hiobsbotschaft zu verdauen. Für Torwart Phil Griessl, der sich laut Henning derzeit in einer bestechenden Form befindet, ist die Saison vorzeitig beendet.

Der Schlussmann musste sich eines medizinischen Eingriffs unterziehen, der eine sechs- bis achtwöchige Genesungsphase nach sich zieht. Dafür wird Eike Schmale aus der Reserve ins Aufgebot rücken.

Was die HSV in Hamm erwartet, kann der Trainer nur schwer abschätzen. Will man den Äußerungen aus dem ASV-Lager glauben, ist keine Flut von Verstärkungen aus dem Kader der ersten Mannschaft zu erwarten. Trotzdem hat ASV II-Trainer Reinhard Zimmer klare Ziele formuliert: Er will den elften Platz halten, die eigenen sportlichen Ansprüche untermauern.

Zimmer ist überzeugt, dass es am Samstagabend wohl nicht so leicht wie beim 30:19-Kantersieg am Riesei werden wird. Damals war die HSV personell stark angeschlagen, lief Hamm ins offene Messer. Zimmer kennt die Werdohler als immens kampfstarkes Team. - Von Markus Jentzsch

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