HSV empfängt Recklinghausen mit vielen Fragezeichen

+
Vor dem Heimspiel gegen Recklinghausen ist Jugoslav Lakic (links, bedrängt vom Bergkamener Pascal Terbeck) einer von vielen HSV-Akteuren, deren Einsatz fraglich ist.

Plettenberg - Die Reihe der Fragezeichen ist lang, sehr lang. Vor dem Heimspiel in der Handball-Verbandsliga am Samstag (19 Uhr, Sporthalle Plettenberg-Böddinghausen) kann Trainer Friedhelm Ziel von der HSV Plettenberg/Werdohl nur hoffen, dass er eine schlagkräftige Truppe für das Vier-Punkte-Spiel gegen die HSG Vest Recklinghausen zusammenbekommt, weil selbst die Backup-Optionen nicht greifen.

Ziel hatte auf die anhaltende Personalmisere reagiert und A-Liga-Torjäger Sebastian Lohmann eingeplant. Der verletzte sich im Training an der Hand und wird wohl weder für die erste noch zweite Mannschaft auflaufen.

Dass die HSV selbst bei aussichtslos erscheinenden Rahmenbedingungen für Siege gut ist, hat sie am zurückliegenden Spieltag in Bergkamen eindrucksvoll bewiesen. Hinter dem Einsatz von Pierre van der Hurk, der sich beim Aufwärmen in Bergkamen verletzt hatte, steht eines der vielen Fragezeichen. Der Linkshänder wird es wohl versuchen, mehr kann Ziel aktuell nicht sagen.

Er hofft, dass Lengelsen und de Liello wieder ins Geschehen eingreifen werden, weil auch Markus Winkelsträter ausfällt – Innenbanddehnung, lautet die Befürchtung. Dass sich Torwart Meckel erkältungsbedingt Anfang der Woche für das Training abmeldete, passt ins Bild. Der Vollständigkeit halber muss noch erwähnt werden, dass Abwehrstratege Lakic mit einem Infekt kämpft. Auf die Zähne beißen, lautet wohl die Devise für den Samstagabend, und auf das zwangsläufige Überraschungsmoment vertrauen.

Vest Recklinghausen rangiert derzeit zwar auf einem Abstiegsrang, als Punktelieferant ist die HSG aber keineswegs einzustufen. „Von Platz vier bis zum letzten Rang sind alle auf Augenhöhe und Kleinigkeiten entscheiden“, weiß Ziel aufgrund der bisherigen Ergebnisse. Und Recklinghausen befindet sich im Aufwind, hat aus den letzten vier Spielen immerhin vier Punkte geholt, unter anderem Herne klar besiegt und Riemke sowie Hattingen jeweils einen Punkt abgetrotzt. „Die haben gezeigt, dass sie nah dran sind“, so der HSV-Trainer. Im Vergleich zum Saisonstart habe sich Recklinghausen entwickelt. Davon hat sich Ziel beim Spiel gegen Hattingen überzeugt. Haupttorschützen sind Alexander Tesch, der am Kreis und im Rückraum zum Einsatz kommt, sowie der Halblinke Fabio Runkel, dem Ziel eine deutliche Steigerung attestiert. „Beide spielen ganz hervorragend mit dem Kreis zusammen, wobei Runkel ein Mann ist, der auch aus der Distanz trifft“, erläutert der Trainer. Selbstvertrauen habe seine Sieben in Bergkamen getankt, ist Ziel überzeugt.

HSV: Meckel (?), Gerstberger – Alissa, van der Hurk (?), Traumüller, Lakic (?), Lengelsen (?), de Liello (?), Scheuermann, Bardischewski, Scheerer, Esser

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare