HSV startet gegen Westerholt ins neue Jahr

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Dominic Scheerer und seine HSV-Kollegen arbeiteten vor dem Westerholt-Spiel vor allem am Abwehrverhalten.

Werdohl - Der Januar könnte ein entscheidender Monat werden. Das jedenfalls meint Trainer Friedhelm Ziel vom Handball-Verbandsligisten HSV Plettenberg Werdohl vor dem ersten Punktspiel im Jahr 2016 gegen den SV Westerholt (Samstag, 19.30 Uhr, Riesei-Halle).

Ziel hat sich fest vorgenommen, so schnell wie möglich die 20-Punkte-Marke zu knacken – hinsichtlich des Abstiegskampfes eine wichtige Grenze. „Ganz einfach: Die Heimspiele gewinnen und auswärts holen, was es zu holen gibt“, lautet die Devise des Lüdenscheiders.

„Eine kampfstarke Truppe“, weiß der Coach der HSV über den direkten Tabellennachbarn aus Herten. Bezüge zum Hinrundenspiel, das die HSV 25:30 verlor, kann Ziel nur schwer herstellen. Damals, Anfang September, am ersten Spieltag, traten die Plettenberger und Werdohler mit breiter Brust an, hatten in den Testpartien bewiesen, dass sie vorzüglich 3:2:1 verteidigen können. Und dann traf die HSV auf einen SVW, der ihr die Grenzen aufzeigte. Vor allem Kreisläufer Weißelstein (6 Tore) und der Rückraumrechte Hentschel (8) hätten der HSV das Leben richtig schwer gemacht, erinnert sich Ziel.

Im Laufe der Hinrunde verlor Westerholt mit Ausnahmeshooter Trattner (Handverletzung) eine Säule, während die HSV dauerhaft ohne Bluhm und Scharpe auskommen muss. Lengelsen fällt außerdem mit einer Adduktoren-Zerrung voraussichtlich bis Ende Januar aus. Also bleibt der Rückraum weiterhin dünn besetzt.

„Wir sollten ganz schnell wieder auf Betriebstemperatur kommen. Ob gegen Westerholt schon wieder hundert Prozent zur Verfügung stehen, weiß ich nicht. Wir sollten aber nah dran sein, wenn wir punkten wollen“, blickt Ziel auf den Samstagabend. Mit intensivem Abwehrtraining präparierte der Coach seine Schützlinge für das erste Heimspiel des Jahres. Zwar bekam die HSV zuletzt nur 25 Gegentore vom Dortmunder Tabellenführer eingeschenkt, die Videoanalyse machte jedoch deutlich, dass noch Luft nach oben ist. Und dieses Potenzial gilt es ans Tageslicht zu fördern.

Die Tabelle verdeutlicht, warum Ziel so großen Wert auf einen erfolgreichen Jahresauftakt legt. Senden, Tabellenvierter mit 14:12 Punkten, trennen nur vier Punkte vom Drittletzten Herne (10:16). Sollte der Vorletzte Hattingen (8:16) im Nachholspiel gegen Westerholt punkten, weitet sich die Mittelfeldzone sogar noch weiter aus.

Den Fokus der Abwehrarbeit richtet Ziel auf das Zentrum, wo SVW-Spielmacher Jacob und Kreisläufer Weißelstein für Gefahr sorgen werden. Einfach auszurechnen ist der SVW nicht, zu ausgeglichen haben sich die Hertener bisher präsentiert.

HSV: Meckel, Gerstberger – Alissa, van der Hurk, Traumüller, Lakic, de Liello, Scheuermann, Bardischewski, Winkelsträter, Esser, Scheerer

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