HSV richtet nach Sieg gegen Herne Fokus auf Rang elf

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Voller Einsatz: Torwart Marcel Kämmerer und die HSV Plettenberg/Werdohl stemmten sich gegen den Tabellennachbarn aus Herne und feierten im umkämpften Nachholspiel den nächsten Sieg.

Plettenberg - Wahrlich ein hartes Stück Arbeit, aber die HSV Plettenberg/Werdohl hat ihr Ziel erreicht und die beiden wichtigen Heimspiele in der Handball-Verbandsliga gegen Haltern-Sythen am Samstag und am Dienstag gegen den HC Westfalia Herne gewonnen. „Unser erklärtes Ziel ist der elfte Platz“, formuliert Trainer Friedhelm Ziel mit Blick auf die letzten vier Spieltage der Saison.

„Eine schwere Aufgabe, denn wir haben ein hartes Restprogramm vor der Brust“, konkretisiert der HSV-Coach. Im Gegensatz zum Spiel gegen Haltern wirkte die HSV gegen Herne breiter aufgestellt. Auch wenn nicht alle Akteure ihr Potenzial ausschöpften, wirkte die Vorstellung wie ein Schritt nach vorne. Luft nach oben ist weiterhin vorhanden, und die gilt es in den schweren Aufgaben, die der HSV noch bevorstehen, auszuloten.

„Abstiegskampf pur“, fasste Ziel seine Eindrücke vom 60-Minuten-Fight der Tabellennachbarn zusammen am Dienstagabend. Während seine Akteure auf dem Feld arbeiten, kämpften und schwitzten, leistet der Coach am Rand sein Pensum ab. Ziel wies an, brüllte, wenn nötig, und tobte auch mal an der Linie lang. Über mangelnde Emotionen konnten sich die Fans nicht beklagen. Dass es am Ende wieder zu zwei Punkten reichte, brachte die HSV ihrem Ziel wieder ein Stückchen näher.

Er hatte seine Mannschaft gewarnt. Starke Außen und ein effektives Kleingruppen- und Kreisläuferspiel hatte er seiner Sieben ins Lastenheft geschrieben. Weil sich die HSV gegen die flinken HC-Akteure im Eins-gegen-eins schwer tat, blieb es bis zur letzten Sekunde spannend – nein, dramatisch aufregend. Denn Herne und die HSV lieferten sich einen offenen Schlagabtausch auf Augenhöhe – aber durchaus mit spielerischen Akzenten.

„In der Pause haben wir uns überlegt, was wir besser machen können“, erinnert sich Ziel an die Unterbrechung. Aggressiver verteidigen lautete die Devise, an die sich die HSV in den zweiten 30 Minuten hielt – mit Erfolg. „Mit dem Wechsel von Lekovic in den Innenblock war ich zufrieden. Im Training hatte das noch nicht so gut geklappt, im Spiel war es deutlich besser“, stellte Ziel zufrieden fest, dass sich diese taktische Variante auszahlte.

Die Youngster wie Markus Winkelsträter zum Beispiel machten ihre Sache gut, Ziel gab aber zu, dass er die Routiniers in der Verantwortung sah, das Heft in die Hand zu nehmen.

Und wie geht es weiter? Die HSV bekommt es jetzt mit einem der physisch präsentesten Teams zu tun – Bergkamen. Nach den flinken Youngstern aus Herne müssen sich Lekovic und Co. nun auf eine ordentliche Portion Oberliga-Härte einstellen und je näher die Klubs dem Saisonende kommen, umso spannender wird der Blick auf die direkten Konkurrenten. Herne und die PSV haben von den vier Teams, die um Platz elf kämpfen, die vermeintlich leichtesten Restprogramme, die HSV hingegen das schwerste. - Von Markus Jentzsch

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