HSV-Gala gegen Riemke sorgt für Begeisterung

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Die Mannschaft der HSV Plettenberg/Werdohl nahm mit ihrem überragenden Auftritt gegen Teutonia Riemke die Zuschauer in der Sporthalle am Riesei emotional mit.

Werdohl - Willkommen im 21. Jahrhundert. Seit Samstag scheint die HSV Plettenberg/Werdohl im Zeitalter des modernen, attraktiven Handballs angekommen zu sein. Diesen Eindruck vermittelte der Verbandsligist am Samstag beim beeindruckenden 34:31-Erfolg gegen den SV Teutonia Riemke.

„Die letzte Trainingswoche war die beste seit Jahren“, erklärte ein glücklicher HSV-Trainer direkt nach dem Abpfiff, der endlich das in die Praxis umsetzen konnte, was er sich in der Theorie für seine Spieler ausgedacht hatte. Seit Ziel bei der HSV anheuerte, predigt der akribische Arbeiter, dass nur ein Training in Mannschaftsstärke zu etwas Zählbarem führen würde. Der Kader ist seit der Rückkehr von Dominik Meckel wieder komplett und Ziel titelte mit Blick auf die zurückliegenden Trainingsabende: „Perfekt.“

Alexander Griessl, Vorsitzender der HSV, sah das ähnlich und lobte Team und Trainerstab für die Handball-Gala gegen Riemke. Plötzlich scheinen die Ziele, die sich die durchaus ambitionierte HSV gestellt hat, in Reichweite. Am Samstagabend fügten sich alle Puzzle-Stücke wie von Zauberhand zusammen.

Es entstand das Bild einer HSV, die ihren Weg gehen kann. Gut, ein außergwöhniches Spiel soll noch nichts heißen, aber die Vorbereitung und die ersten Begegnungen kündigen einen Trend an, der zumindest ins gesicherte Mittelfeld führen dürfte.

Aufgrund der vielen Arbeit ist die Mannschaft nun deutlich breiter aufgestellt, sollte also auch Ausfälle besser als im Vorjahr kompensieren können. Fest steht aber auch, dass bei der vorhandenen Leistungsdichte in der Verbandsliga größere Baustellen schnell zum Abrutschen führen können. In der jetzigen Verfassung ist die HSV definitiv ein Gewinn für die Liga. Das Etikett des Vorjahres mit der Aufschrift „Abstiegskandidat Nummer eins“ hat Ziel abgerissen und entsorgt. Er formt die HSV der Zukunft, die ihre Fans begeistert, Emotionen weckt.

16 Treffer über die Außenspieler Traumüller, Scheerer und Esser: Wann hat es so etwas das letzte Mal gegeben? Handball ist ein Mannschaftssport. Und nur wenn sich alle Mannschaftsteile an dem Projekt beteiligen, kann man etwas bewegen. Das scheint bei der HSV angekommen zu sein, nein, das scheint Ziel jetzt umsetzen zu können.

Mit Marcel Kämmerer hat der Chef auf der Bank eine starke rechte Hand dazubekommen. Dem verletzten ehemaligen HSV-Torwart war am Samstag anzumerken, dass ihm die Arbeit von der Seite ebenfalls Freude bereitet. In der herausragenden Leistung von Martin Gerstberger spiegelt sich offenbar schon Kämmerers Einfluss wider, der andeutete, den Schlussmann auf Lüning und Co. eingestellt zu haben.

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