HSV-Trainer Kahraman sieht viel Luft nach oben

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Oliver de Liello lieferte eine solide Vorstellung ab und war entsprechend enttäuscht.

Plettenberg - Die Mannschaft ist noch lange nicht da, wo sie Trainer Serkan Kahraman gerne hätte. Obwohl die HSV Plettenberg/Werdohl gegen die unkonventionelle 4:2-Abwehr des TuS Hattingen 36 Tore erzielte, reichte es für den Handball-Verbandsligisten unterm Strich doch nicht für Zählbares.

Es sind die 38 Gegentore, die Kahraman schwer im Magen liegen. Um der Sache auf den Grund zu gehen, analysierte er das Video vom Spiel und musste sein Statement, das er direkt im Anschluss an das Spielende abgegeben hatte, nicht revidieren. Gut, die Abwehr habe nicht über 60 Minuten überzeugt, aber phasenweise hätten Bardischewski und Co. richtig gut gearbeitet. Dennoch seien Gegentore gefallen, vermeidbare Gegentore.

Aber sowohl Meckel als auch Griessl hätten nicht ins Spiel gefunden. Dabei machte es keinen Unterschied, ob Hattingen aus dem Rückraum oder von den Außenpositionen zum Abschluss kam. „Sie müssen keine Unhaltbaren parieren, aber den einen oder anderen Haltbaren sollten sie wegfischen“, meinte Kahraman.

Zurück zum aktuellen Status des Teams: Serkan Kahraman sagt, dass die bisherige Zeit nicht ausgereicht hätte, um an allen Hebeln zu ziehen. Bisher habe er viel Zeit in das Spiel nach vorne investiert. Und dieses Investment zeige erste Erfolge, meinte der Coach. Allerdings unterliefen seinen Spielern beim schnellen Ballvortrag noch zu viele Fehler. Fehler, die am Ende den kleinen, aber entscheidenden Unterschied ausmachten. Hattingen profitierte vor allem in der Schlussphase von HSV-Ausrutschern und münzte diese konsequent in Treffer um. „Es gibt noch einiges zu tun. Das ist mir bewusst“, gab der Coach zu.

Der Sieg verhalf Hattingen in der Tabelle an der HSV vorbei. Auch Ferndorf II schob sich durch den Erfolg gegen Westerholt an Plettenberg/Werdohl vorbei. Vor der Herbstpause hat die HSV noch einen Brocken vor der Brust: Riemke. Kahraman blickt der Partie gelassen entgegen und hofft auf eine HSV-Tugend. „Wir sehen gegen Teams von oben hin und wieder besser aus als gegen Tabellennachbarn“, sagt er.

Allerdings wollte der HSV-Trainer das eigentlich ändern und die Vier-Punkte-Spiele für sich entscheiden. „Keine Frage, den Bonuspunkt, den wir gegen Recklinghausen geholt haben, haben wir gegen Hattingen doppelt weggeworfen“, rechnet der Coach vor. - Von Markus Jentzsch

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