Torwartfrage lässt die HSV Plettenberg/Werdohl bangen

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Marc Bardischewski und die HSV Plettenberg/Werdohl waren TuRa Bergkamen lange dicht auf den Fersen.

Werdohl - Fünf Zeitstrafen gegen die HSV Plettenberg/Werdohl – alle ab der 42. Spielminute verhängt. Trainer Friedhelm Ziel erkannte darin im Heimspiel der Handball-Verbandsliga gegen TuRa Bergkamen am Freitagabend (32:34) einen entscheidenden Aspekt. Natürlich spielte die Knieverletzung von Torwart Marcel Kämmerer eine nicht minder wichtige Rolle.

In Gleichzahl hätte die HSV womöglich eine realistische Siegchance gehabt. „Was unser Spiel an sich angeht, bin ich zufrieden. Die 3:2:1 spielen wir sehr engagiert, aber noch nicht perfekt. Im Großen und Ganzen haben wir gezeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind“, bilanziert der Coach, der gleich am Samstagvormittag das Video analysierte.

Auch mit etwas Abstand bleibt Ziel bei seiner Einschätzung, dass die Unparteiischen Hopp und Salomo in der zweiten Halbzeit etwas unglücklich agierten. Hinsichtlich der Zeitstrafenvergabe und in puncto Zeitspiel-Auslegung schien den Referees hin und wieder die Linientreue verloren gegangen zu sein. In der Summe, die ausgelassenen Chancen sollte man nicht unterschlagen, kostete das die HSV am Freitagabend bei der Heimpremiere etwas Zählbares.

Den Blick nach vorne prägt die Torwartfrage. Was ist mit Kämmerers Knie? Schnellstmöglich soll ein MRT-Termin für Klarheit sorgen. „Aktuell wissen wir noch nichts“, sagt Friedhelm Ziel, der natürlich hofft, dass es sich nicht wieder um eine Kreuzbandverletzung handelt. Mit Martin Gerstberger steht Ziel zwar ein talentierter zweiter Mann zur Verfügung, über Erfahrungen auf Verbandsliga-Niveau verfügt der ehemalige Altenaer aber nicht. „Martin hat in den Vorbereitungsspielen gezeigt, was er kann. Jetzt muss er sich unter Wettkampfbedingungen beweisen“, sagt der Chef auf der Bank und baut auf den Neuzugang aus der Burgstadt. Den Einsatz von Marc Bardischewski wertete Ziel als positiven Fingerzeig. Im Gegensatz zum ersten Spiel gegen Westerholt ein deutlicher Schritt nach vorne.

„Allerdings“, fügt der Trainer hinzu, „ist eine allgemeine Diskrepanz zwischen Vorbereitung und Meisterschaft erkennbar.“ Offensichtlich sei die heimische Verbandsliga stärker einzuschätzen als die Ligen in Rheinnähe. „Wir haben im Vergleich zu den Tests sechs bis acht Tore mehr kassiert“, so Ziel.

Vorstand und Trainer hatten vor dem Saisonstart betont, dass ein Fehlstart zu vermeiden sei. Der Ausfall von Kämmerer und die zwei bisherigen Niederlagen drücken dem bevorstehenden Auswärtsspiel gegen die HSG Vest Recklinghausen bereits den Stempel „ganz wichtig“ auf.

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