HSV Plettenberg/Werdohl vor Nachholspiel gegen Herne

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In der Abwehr wird sich wahrscheinlich entscheiden, ob die HSV die Oberhand gegen Herne behalten wird. Den HC zeichnet sein außergewöhnliches Kleingruppenspiel aus. Das muss die HSV unterbinden.

Plettenberg - Der 26:25-Erfolg gegen Haltern-Sythen vom Samstag ist wahrscheinlich nur noch die Hälfte wert, wenn die HSV Plettenberg/Werdohl im Nachholspiel am Dienstag (20.30 Uhr, Böddinghausen) gegen den Tabellennachbarn HC Westfalia Herne nicht nachlegt.

Fünf Spieltage bleiben den beiden Kontrahenten noch Zeit, um sich im Kampf gegen den direkten Abstieg beziehungsweise eine drohende Relegation einen Vorteil zu verschaffen. Mit Ausnahme des abgeschlagenen Schlusslichtes Hoechsten stehen noch eine Hand voll Klubs unter Strom.

Denn die PSV aus Recklinghausen hat am Wochenende durch den überraschend deutlichen 32:24-Sieg gegen Herne ein Zeichen gesetzt und schöpft als Vorletzter wieder Hoffnung. Plettenberg/Werdohl und Herne liefern sich aktuell einen Schlagabtausch um den viertletzten Rang, Riemke und Oberaden sind auch noch nicht endgültig gesichert.

Nerven aus Stahl sind im Finale des Abstiegskampfes gefragt. Und die scheinen bei der HSV ebenso angekratzt zu sein wie bei den Hernern. Denn die Ziel-Sieben wirkte am Samstag gegen Haltern alles andere als sattelfest. Danilo Lekovic war die einzige Konstante im Spiel der HSV. Torwart Marcel Kämmerer zeichnete sich mit einigen Paraden aus und Pierre van der Hurk legte seine Ladehemmungen in der wichtigen Schlussphase ab. Alle anderen versteckten sich oder wirkten völlig verunsichert. Trotz alledem reichte es zu zwei Punkten – Ziel erreicht. Hernes Auftritt in Recklinghausen war ebenfalls keine Meisterleistung. Konzeptlos sei das Spiel des HC beim 24:32-Debakel gewesen, hieß es. Am PSV-Abwehrbollwerk seien die Bemühungen der Gäste regelrecht zerschollen.

Genau dort muss Friedhelm Ziel ansetzen, der weiß, dass es Herne auch deutlich besser kann. Aber ohne Leistungsträger wie Lukic und Bauer scheint der HC nur ansatzweise seine Konzepte umsetzen zu können. Gegen die PSV machte sich das Fehlen der beiden Säulen negativ bemerkbar.

„Herne zeichnet ein ganz spezielles Kleingruppenspiel aus. Völlig anders als unseres zum Beispiel“, weiß der HSV-Trainer. Zwei exzellente Außen, ein perfektioniertes Kreisläuferspiel und ein ehrlicher Handball charakterisiere den HC, so Ziel. Mit dem Begriff „ehrlich“ meint er das engagierte Abwehrspiel, den Willen, der die Mannschaft antreibt. Außerdem sind die Herner schnell, nach Hattingen das zweitschnellste Team der Liga, ist Ziel überzeugt. „Raus aus den Sperren“, fordert er von seinem Innenblock, „zwingt den Angriff ins Positionsspiel und nehmt den Kampf an“.

Derweil hat die HSV hat für die kommende Saison Björn Traumüller verpflichtet. Der gebürtige Plettenberger steht zurzeit noch zur Zeit noch in Diensten des Landesligisten TuS Wellinghofen, stand zuvor für den TuS Plettenberg und die HSG Schwerte-Westhofen und zuletzt in Wellinghofen auf dem Parkett. - Von Markus Jentzsch

HSV: Kämmerer, Meckel – Alissa, van der Hurk, Lakic, Lengelsen, de Liello, Scheuermann, Winkelsträter, Bardischewski, Burzlaff, Scheerer, Lekovic

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