HSV Plettenberg/Werdohl hat aufgerüstete Siegener zu Gast

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Björn Traumüller und die HSV Plettenberg/Werdohl gelten gegen den hochkarätig besetzten RSVE Siegen als klarer Außenseiter, konnten zuletzt auch nicht in voller Kaderstärke trainieren.

Werdohl - Das optische Fiasko in Hattingen wirkt bei HSV-Trainer Friedhelm Ziel immer noch nach. Zwar unterlag „seine“ HSV Plettenberg/Werdohl beim TuS relativ knapp 26:28, das Wie liegt Ziel jedoch vor dem Heimspiel der Handball-Verbandsliga am Samstag gegen Titelkandidat RSVE Siegen (19.30 Uhr, Böddinghausen) schwer im Magen.

Als Analytiker hinterfragt Ziel natürlich, warum sein Team am vergangenen Wochenende so konfus wirkte. Viel Zeit, alles auf den Prüfstand zu stellen, bleibt dem Coach vor dem Duell mit Siegen jedoch nicht. Und gegen einen Kontrahenten wie den RSVE muss die HSV in allen Bereichen topfit, mit dem Herzen und dem Kopf hundertprozentig fokussiert sein. Anders ist dem namhaft besetzten Ensemble aus dem Siegerland wahrscheinlich nicht beizukommen. Das weiß auch Ziel, der wie sein Team davon ausgeht, dass das Hattingen-Spiel als Ausrutscher abzuhaken ist.

Berufliche Verpflichtungen, Krankheit und Urlaub sind Ziels größte Feinde. Wenn dem Taktiker im Training ein kompletter Kader zur Verfügung steht, dann kommen so begeisternde Vorstellungen wie gegen Riemke oder Herne heraus. In den vergangenen Wochen verlief das Training aus personeller Sicht jedoch suboptimal, mit der Folge, dass zuletzt ein paar entscheidende Prozent fehlten.

Zurück zum RSVE Siegen: Die Eiserfelder boten bereits in der zurückliegenden Saison einen wirklich starken Kader auf. Die aktuelle Spielerliste schreit förmlich heraus, wofür sie zusammengestellt wurde: Aufstieg. Zu keinem anderen Zweck werden die Siegerländer derart aufgerüstet haben und bisher scheint die Rechnung aufzugehen.

Zwar gaben die Krauses und Co. etwas unerwartet schon drei Punkte ab, als Tabellenzweiter mit nur einem Zähler Rückstand auf den Dortmunder Primus ist das Sirajic-Team aber im Soll. Apropos Sirajic: Von dem neuen Trainer des RSVE hält Friedhelm Ziel einiges. „Ein richtig guter Mann“, schickt der HSV-Coach verbale Blumen gen Süden.

Siegen ist Favorit in Böddinghausen, wobei sich die HSV in der Vorsaison bei ähnlichen Rahmenbedingungen im Heimspiel beachtlich aus der Affäre zog. „Wir werden einiges tun müssen, wenn wir Eiserfeld stoppen wollen“, weiß der HSV-Coach. Eine bewegliche 3:2:1-Abwehr zeichnet den Gast aus. „Die sind stark im Eins-gegen-eins, trotz der Neuzugänge schon eingespielt und verfügen über effektive, variable Angriffskonzeptionen“, beschreibt Ziel die Qualitäten des Gastes. Ziel muss auf Scheerer (Urlaub) verzichten und hat Tobias Scharpe an die Reserve ausgeliehen.

HSV: Meckel, Gerstberger – Alissa, van der Hurk, Bluhm, Traumüller, Lakic, Lengelsen, de Liello, Scheuermann, Bardischewski, Winkelsträter, Esser, Burzlaff

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