HSV Plettenberg/Werdohl gastiert beim RSVE Siegen

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Zwar stoppt Jugoslav Lakic in dieser Szene Oberadens Torjäger Pohl, insgesamt war Friedhelm Ziel mit der Abwehrleistung seiner Mannschaft aber nicht hundertprozentig zufrieden. „Das muss gegen Eiserfeld besser werden“, fordert er.

Plettenberg - Ein einziges Spiel hat der RSV Eiserfeld-Siegen in eigener Halle in dieser Saison der Handball-Verbandsliga bisher verloren. Nur der OSC Dortmund war in der Lage, am Hubenfeld zu punkten (32:30). Am Samstagabend (19.15 Uhr) will die HSV Plettenberg/Werdohl versuchen, es dem OSC nachzumachen.

Trainer Friedhelm Ziel ist ehrgeizig und will die HSV ans rettende Ufer pushen. Dafür muss sein Team in der Tabelle an Riemke vorbei, also mindestens zwei Punkte auf die Bochumer gut machen.

Und für Eiserfeld steht genau so viel auf dem Spiel. Ein Punkt trennt den aktuellen Tabellenzweiten vom Primus Ferndorf II. Die Saison ist an Dramatik kaum zu toppen, denn am letzten Spieltag steht noch das Gipfeltreffen zwischen Eiserfeld und Ferndorf auf dem Programm. Es ist davon auszugehen, dass beide Klubs ihrem sportlichen Anspruch gerecht werden und alles geben, um am Ende ganz oben im Klassement zu stehen. Allerdings verbindet die Ferndorfer und Eiserfelder mehr als nur die Region. Die Vereine arbeiten zusammen. Deshalb könnte es am Ende ein Gentlemen’s Agreement geben, dass über den Aufstieg in die Oberliga entscheidet.

Aber das alles hat mit der HSV nichts zu tun. Ziel geht davon aus, dass Eiserfeld bis in die Haarspitzen motiviert sein wird, zum einen, um die Heimserie auszubauen und zum anderen, um die Spannung in der Jagd auf Ferndorf hoch zu halten.

Zuletzt gegen Oberaden zeigte die HSV in der Offensive eine starke Leistung, offenbarte aber hinten Defizite. Im Hinspiel gegen Eiserfeld wirkten Bardischewski und Co. in der Abwehr wie eine Festung, machten es Kolb und seinen RSV-Kollegen unheimlich schwer. Ziel würde jetzt gerne diese beiden herausragenden Leistungen kombinieren, also vorne wie hinten am Maximum kratzen, um so vielleicht wichtige Punkte gegen die mögliche Relegation einzusammeln. Ob dieses Vorhaben gelingen wird, ist schwer abzuschätzen.

Personell sieht es immerhin ganz passabel aus. Nominell ist die Bank voll. Allerdings hat sich Michel Lengelsen im Training eine Fingerverletzung zugezogen. Außerdem fällt Markus Bluhm aus, dessen Knochenhautentzündung einfach nicht ausheilen will.

Eiserfeld zählt nicht zu den exzessiven Tempobolzern. Trotzdem erzielt der Titelaspirant gut ein Drittel seiner Treffer aus dem schnellen Spiel nach vorne. „Sie überbrücken das Spielfeld sehr effektiv und konzeptionell“, weiß Ziel aus seinen Videoanalysen und kann sich noch gut an das Hinspiel erinnern. „Der Knackpunkt in der Schlussphase waren unnötige Zeitstrafen. Die haben es dem RSV ermöglicht, wieder heranzukommen. Das darf uns am Samstag nicht wieder passieren“, sagt Ziel, der die Qualitäten der Siegerländer genau kennt. - Von Markus JentzschHSV: Kämmerer, Meckel – Fenner, Alissa, van der Hurk, Lakic, Lengelsen, de Liello, Scheuermann, Bardischewski, Winkelsträter, Burzlaff, Scheerer, Lekovic

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