Ein Verbandsliga-Torjäger für das Grasediek-Team?

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Erzielte gegen die HSE Hamm am Samstagabend zwei Tore für die SGSH: Linksaußen Daniel Krüger.

SCHALKSMÜHLE – Am Samstagabend war es nicht richtig voll in der Sporthalle Löh. Gemessen an der Lautstärke in der Halle war das kein Problem. Als es ernst wurde in der Partie gegen die HSE Hamm, standen die Fans wie ein Mann hinter der SGSH. Eine überschaubar gefüllte Halle indes lenkt den Blick eher auf den einen oder anderen besonderen Gast. So entbrannte nach dem 32:30- Erfolg des Grasediek-Teams im Internet die Diskussion darüber, ob Thomas Kersebaum ein Kandidat für die SGSH sein könnte.

Kersebaum ist ein Kandidat. „Ja, wir haben Interesse an ‘Kerse‘, sind in Gesprächen mit ihm“, erklärte gestern Eckart Herzog. Nicht mehr, aber eben auch nicht weniger. Der Sportliche Leiter der SGSH schaut in viele Richtungen. Und eine Verpflichtung des Rückraum-Rechten des benachbarten Verbandsligisten TuS Volmetal wäre durchaus eine sinnvolle Ergänzung des Kaders. Am Sonntag warf Kersebaum für die Volmetaler beim OSC Dortmund seine Saisontore 116 bis 122. Damit führt der Linkshänder, der früher gemeinsam mit Andreas Buchholz und Thomas Hitzemann für den TuS Bommern spielte, die Torjägerliste klar an.

Die Personalplanungen bei den Drittliga-Handballern der SGSH sind trotz bisher noch fehlender Vollzugsmeldungen durchaus angelaufen. „Ich habe mündliche Zusagen von einem Gros des Teams“, sagt Herzog, „aber wir werden erst etwas bekanntgeben, wenn ich auch die Unterschriften der Spieler habe.“ Genauso verhält es sich in der Trainerfrage – hier wird Mathias Grasediek bekanntlich in der neuen Saison Verstärkung in Form eines neuen Co-Trainers (Axel Meyrich) erhalten und somit ein Stück weit zeitlich entlastet.

Mehr als die Personalplanungen ist derzeit der Blick aufs Klassement im Fokus der SGSH-Handballer. „Jetzt sind wieder einige in der Verlosung, die vor kurzem noch Ambitionen in Richtung Platz eins hatten“, stellte Mathias Grasediek noch am Samstagabend fest, als er Kunde aus Spenge erhielt. Die Eintracht aus Hagen hat nach der Niederlage in Spenge nurmehr drei Zähler Vorsprung vor den Ostwestfalen, die derzeit Rang zehn und damit den ersten Abstiegsplatz belegen.

„Verlosung“ ist in diesem Zusammenhang ein schönes Wort. Es klingt netter als Abstiegsgefahr. Es drückt ein Stück weit auch das aus, was viele Trainer denken. Am Ende der Saison wird in diesem Jahr auch das eine oder andere Team absteigen, das es sportlich nicht unbedingt verdient haben wird.

Die SGSH hat mit dem Sieg gegen die HSE Hamm zwar – die Konkurrenz punktete ebenfalls – keinen Boden gutgemacht auf Rang neun, aber eben auch keinen verloren. Vier Punkte Rückstand sind es weiterhin. Ein Schlüsselspiel wird so am Mittwoch die Nachholpartie bei den Ahlen-Hamm Youngsters, einem Team, das gar nicht so jung und unerfahren ist, wie es der Name Glauben machen soll.

Mit 19:15-Punkten liegt der Zweitliga-Absteiger knapp über dem Strich. Die SGSH könnte sich auf zwei Zähler nähern im Siegfalle. Sollten die Ahlener indes am Mittwoch ihr Heimspiel gegen die SGSH gewinnen, wären es zwei andere Teams, die dann fünf Punkte von der SGSH entfernt die nächsten zu überholenden Mannschaften wären: Uerdingen und ein Ex-Titelkandidat von der Küste – der OHV Aurich. Eine verrückte Saison.

Thomas Machatzke

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