HSV findet beim 23:30 in Senden zu selten Lösungen

+
Markus Winkelsträter und die HSV Plettenberg/Werdohl bissen sich an den körperlich starken Akteuren des ASV Senden vergeblich die Zähne aus.

Senden - Schon eine Viertelstunde vor Schluss war wohl jedem der rund 100 Zuschauer im Sportpark Senden klar: Hier brennt nichts mehr an. Handball-Verbandsligist HSV Plettenberg/Werdohl ergab sich in sein Schicksal, die 100-Kilometer-Auswärtsfahrt zum Oberliga-Absteiger ASV Senden endete für die Sauerländer am Sonntagabend mit einer 23:30 (11:13)-Pleite.

Friedhelm Ziel, der Trainer der Plettenberger und Werdohler, haderte anschließend damit, dass sein Team nicht sein Potenzial abgerufen habe. So lief vor allem das Kreisspiel der Gäste nicht nach Wunsch – wobei die HSV aber auch zugegebenermaßen mit großen Problemen zu kämpfen hatte.

Diesen Problemen begegnete die Ziel-Sieben vor allem am gegnerischen Wurfkreis. Sie trugen Namen wie Stefan Stünke, Manuel Honerkamp oder Hendrik Kuhlmann – Handballer mit einer Körpergröße, die der des größten HSV-Spielers Marc Bardischewski gleich kam, mit Oberkörpern wie Ruderer und dabei zum Teil mit einer erstaunlichen Beweglichkeit. So war der Rückraum der Sieben aus dem Lennetal phasenweise abgemeldet.

Die Ausnahme war eine knappe Viertelstunde im ersten Durchgang, als Pierre van der Hurk sich als Problemlöser betätigte. Nach dem frühen 1:4-Rückstand (6.) war es der Linkshänder, der vier HSV-Tore in Serie erzielte, dabei auch die zur 8:7- beziehungsweise 9:8-Führung (18./21.).

Allerdings stellten die Strafzeiten-freundlichen Schiedsrichter Kupper-Machill die beiden Mannschaften vor neue Aufgaben: das Spiel mit reduzierter Spielerzahl. Zwischenzeitlich waren nur noch vier Feldspieler jeder Seite auf der Platte. Und wenn Platz war, lösten die Sendener dies besser, gingen über 12:9 zur Halbzeit mit 13:11 in Führung.

Nach Lengelsens 13:12 und einem ASV-Doppelschlag zum 15:12 (32.) hielt die HSV noch Fühlung, beim 18:16 (38.) war noch nichts entschieden. Die nächsten fünf Tore markierte jedoch die von-Boenigk-Sieben: Weder am Kreis noch aus dem Rückraum kamen die Sauerländer durch, während auf der Gegenseite speziell Kreisläufer Honerkamp teils mit viel Dusel seine Treffer erzielte. Nach 43 Minuten stand ein 23:16 auf der Anzeigetafel. Konstruktives gelang den Gästen nur selten. Spätestens beim 26:19 (51.) war die Messe im Münsterland gelesen.

ASV: Rottstegge, Tesic (n.e.) - Wieczorek (7/2), Honerkamp (6), Nolte (4), Kuhlmann (4), Mühlhoff (4), Stünke (2), van Wessel (1), Starke (1), Giesbert (1/1), van de Pol

HSV: Meckel, Gerstberger (bei einem Siebenmeter) – van der Hurk (5), Lengelsen (4), Alissa (3), Scheerer (3), Bardischewski (3/2), Scheuermann (2), Lakic (1), De Liello (1), Esser (1), Winkelsträter

Schiedsrichter: Kupper/Machill (Gütersloh)

Zeitstrafen: ASV 7, HSV 7

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare