HSV zum Auftakt mit einem Schritt zurück

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Ab mit dem Ball in den Torwinkel: Von der Rechtsaußenposition und im Gegenstoßspiel bewies HSV-Neuzugang Björn Traumüller seine Torgefährlichkeit.

Werdohl/Plettenberg - Mit Mühe nur hatte der SV Westerholt im Heimspiel gegen die HSV Plettenberg/Werdohl zur Halbzeit ausgeglichen. Dass die Hertener zum Auftakt der Handball-Verbandsliga noch auf einen letztlich ungefährdeten 30:25 (13:13)-Heimsieg zusteuern sollten, darauf hätten wohl nur die eingefleischtesten unter den SVW-Fans gewettet. Dementsprechend „bedient“ war HSV-Trainer Friedhelm Ziel, als es dann doch so gekommen war.

„Die Leistung, die wir in den Vorbereitungsspielen gezeigt haben, haben wir nicht auf die Platte gekriegt“, meinte der Lüdenscheider nach der Schlusssirene in der Sporthalle am Westerholter Bahnhof. Mit der ersten Halbzeit hätten die Sauerländer in der „Grafschaft Westerholt“ eigentlich das Fundament gelegt für einen erfolgreichen Auftritt. Der Versuch, auf diese Grundmauern aufzubauen, misslang dann allerdings.

Bereits in der ersten Hälfte machten die Verbandsliga-Handballer aus dem Lennetal einige Fehler, die Ziels Kritik nach sich zogen. „Im aufgebauten Angriff hatten wir Westerholt bis zur Halbzeit eigentlich sicher im Griff. Die Hälfte ihrer Tore haben sie uns bis dahin mit Gegenstößen reingeworfen.“ Gegenstöße, die daraus resultierten, dass die Plettenberger und Werdohler die Bälle zu leicht herschenkten, monierte der Coach.

Ihrerseits waren die HSV-Spieler allerdings ebenfalls häufig über den Gegenstoß aktiv. Herausragend in dieser Hinsicht: Björn Traumüller. Der Linkshänder auf der rechten Außenbahn markierte in der 3. Minute sein erstes Pflichtspieltor für seinen neuen Verein, traf nach sechseinhalb Minuten zum ersten Ausgleich (4:4) und war mit seinen Treffern Nummer sechs und sieben auch wesentlich am 13:11-Vorsprung der Gäste kurz vor dem Seitenwechsel beteiligt. Insgesamt neun Tore erzielte Traumüller bei seinem HSV-Punktspieldebüt – stark.

Das Spiel in der Statistik

Während neben dem Rechtsaußen auch Torwart Marcel Kämmerer sowie nach der Pause Pierre van der Hurk zu den Aktivposten der Blau-Roten gehörten, ging speziell aus dem linken Rückraum nur wenig. Von dieser Position verzeichnete Friedhelm Ziel in Durchgang zwei auch einige Wurfversuche aus guter Position, die das vom Ex-Werdohler Björn Otterbach gehütete Gehäuse komplett verfehlten.

In Verbindung mit der schlechten Abwehrleistung gegen SVW-Kreisläufer Florian Weißelstein war das der Anfang vom Ende für eine HSV, die bereits am Freitag wieder gefordert ist. Gegner am Riesei: der Tabellenzweite HC TuRa Bergkamen.

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