Kleinigkeiten kosten die HSV den Sieg gegen RSVE Siegen

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Vor allem in der ersten Viertelstunde zeichnete sich die HSV Plettenberg/Werdohl (hier blocken Markus Bluhm und Marc Bardischewski) durch eine sensationelle Abwehrleistung aus.

Werdohl - „Es waren Kleinigkeiten, die uns den Sieg gekostet haben. Aber manchmal würde sich das Spiel verselbstständigen und Spieler würden Entscheidungen treffen, die sie in dem Moment für clever halten, die aber selten zum Erfolg führen würden“, meinte HSV-Trainer Friedhelm Ziel im Anschluss an seine Analyse der Partie gegen den RSVE Siegen.

Friedhelm Ziel scheint einen Traum zu haben: eine hohes Automationsniveau verbunden mit einer taktischen Linientreue. Keine Frage, Verbandsligist HSV Plettenberg/Werdohl hat am Samstagabend Werbung für den Handball in der Region betrieben und dem Tabellendritten einen Zähler abgetrotzt. Aber es seien wieder Kleinigkeiten gewesen, die dazu führten, dass ein fast abgehängter RSVE Siegen noch mit einem Punkt belohnt wurde. Und es sind diese Kleinigkeiten, die Ziel schnellstmöglich abstellen möchte.

Voll des Lobes sprach der HSV-Trainer über die Abwehrleistung der ersten Viertelstunde, in der seine Schützlinge fast alle RSVE-Versuche zunichte machten. Dann stellte er personell um und plötzlich verfiel die Mannschaft in alte Muster, deckte wieder viel zu defensiv im 6:0-System. Er habe das zwar während einer Auszeit korrigieren können, aber diese Momente der Nachlässigkeit ärgeren ihn. Außerdem gebe es taktisch klare Vorgaben, wie sich das Kollektiv zum Beispiel in Überzahlsituationen zu verhalten habe, erklärte Ziel. „Es passiert, dass jemand meint, eine tolle Idee zu haben, spekuliert und wir werden mit einem Gegentor bestraft“, beschreibt der Trainer eine typische Szene, die er eigentlich nicht mehr sehen möchte.

„Manchmal verselbstständigt sich ein Spiel“, resümierte Ziel, schien aber weiterhin zuversichtlich, dass die Mannschaft die nötigen Punkte im Kampf gegen den Abstieg einfahren werde. Überrascht sei er vom Gegenstoßverhalten gewesen, gab er zu, denn in den vergangenen Wochen habe er mit der Mannschaft nicht daran gearbeitet – andere Bereiche seien wichtiger gewesen. Trotzdem spielte die HSV schnell nach vorne, schloss den einen oder anderen Gegenstoß erfolgreich ab. Szenen, die man zuvor viel zu selten sah.

Obwohl die HSV nach dem Abpfiff nur den halben Lohn für eine tolle Arbeit erhielt, schien das Gros der Spieler mit der Leistung zufrieden zu sein. Der Ärger über den verlorenen Punkt verrauchte wohl relativ schnell, meinte Ziel. „Es gibt noch viel Arbeit zu erledigen, aber die Entwicklung ist positiv“, bilanzierte der Coach. - Von Markus Jentzsch

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