HSV beim 36:38 gegen Hattingen zu fehlerhaft

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Woran hat es gelegen? Diese Frage scheint sich hier HSV-Kreisläufer Nils Scheuermann nach dem Abpfiff zu stellen.

Plettenberg - „38 Gegentore sind einfach zu viel“, stellte Trainer Serkan Kahraman im Anschluss an die unnötige 36:38-Niederlage der HSV Plettenberg/Werdohl in der Handball-Verbandsliga gegen den TuS Hattingen fest. Damit mag er Recht gehabt haben.

Denn, so führte er weiter aus, die Torhüter hätten wenig gehalten und die 6:0-Abwehr habe er auch schon besser gesehen. Wie dem auch sei, die HSV hat eine weitere Chance auf ihren ersten Heimsieg der Saison vertan.

Zwar kassierte die HSV eine Niederlage, anfangs sah es nicht danach aus. Mit enorm viel Druck und hohem Tempo gingen van der Hurk und Co. in den ersten Minuten zu Werke, erwischten Hattingen eiskalt. Eine 6:1-Führung wies die Anzeige nach sechs Minuten aus. Die Handschrift des Trainers, der eine aggressive Abwehr und Tempo forderte, war zu erkennen. Das änderte sich im Verlauf des Spiels.

Hattingen, wachgerüttelt von der Ohrfeige, wirkte keinesfalls eingeschüchtert. Vier Treffer in Folge rückten das Kräfteverhältnis schnell zurecht. Dieses Prozedere wiederholte sich mehrfach: Die HSV legte vor, führte zum Beispiel 10:7 (12.), 21:18 (34.) und 28:24 (45.), doch sich entscheidend abzusetzen, das gelang den Gastgebern am Samstag nicht. Und genau dieser Umstand rächte sich. Eigentlich machten es die Hausherren der Osterloh-Sieben zu leicht. Häufig zu spät und zu halbherzig attackierte die HSV die Osterlohs, Schmitz’ und andere Rückraumkollegen, ließ sie ein ums andere Mal aus neun Metern unbehelligt „abziehen“.

Weil die Kahraman-Sieben vorne aber ebenfalls Lücken aufspürte, entwickelte sich ein spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen, das bis zum 34:34 (54.) völlig offen schien. In den letzten fünf Minuten reihten sich folgenschwere Fehler aneinander. Nachdem Osterloh per Gegenstoß das 34:35 markierte hatte, leistete sich die HSV ein Stürmerfoul – Hattingen legte durch Sinnemann zwei Treffer vor (34:36, 55.). Trotz Unterzahl (Scheuermann saß für zwei Minuten) zog die HSV durch de Liello und van der Hurk nochmals gleich, muss dann aber abreißen lassen. Weil der 37:38-Anschluss von Scheuermann, 55 Sekunden vor dem Ende, abgepfiffen wurde, platzte der Traum vom zweiten Punktgewinn. - Von Markus Jentzsch

HSV: Meckel, Griessl – Fischer, Hurlbrink (1), Scheerer, Scheuermann (3), Lakic, van der Hurk (10), Bluhm (1), Burzlaff (2), Alissa (2), de Liello (9/4), Lengelsen (2), Bardischewski (6)

TuS: Wulf, Lück – Jäger (4), Schmitz (6), Grossmann (1), Sinnemann (7/1), Schäffer (2), Osterloh (12/2), Schimm, Dobrodt (3), Kuhnhenn (3), Stecken

Zeitstrafen: HSV 7; TuS 7

Schiedsrichter: Heidasch/Serafini (Hagen)

Zuschauer: 150

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