HSV Plettenberg/Werdohl mit Ladehemmung

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Die HSV verteidigte stark gegen einen körperlich beeindruckenden Gast aus Bergkamen.

Plettenberg - Die HSV Plettenberg/Werdohl zeichnete am zweiten Advent in der Handball-Verbandsliga gegen den HC TuRa Bergkamen eine ganz starke Abwehrleistung und ein überragender Torwart Dominik Meckel aus. Lediglich 24 Gegentore waren gegen die physisch beeindruckenden Gegner eine Ansage – aber: selbst gelangen der Sieben von Trainer Friedhelm Ziel nur 21 Treffer, zu wenig, um den zweiten Saisonsieg einzufahren.

Dabei schien die HSV bis zur 46. Minute durchaus für einen Überraschungssieg gegen den Favoriten in Frage zu kommen. In der 41. lag der Gastgeber in Böddinghausen noch 19:15 vorn, kassierte dann zwar den 19:18-Anschluss, legte durch Bardischewski per Marke zum 20:18 nach (46.). Es folgte der Einbruch, die Körner waren offensichtlich aufgezehrt. Ziel, der taktisch auf alles eine Antwort hatte, musste mitansehen, wie seiner Sieben die Felle davonschwammen.

Zwar tat sich auch Bergkamen in dieser Phase schwer, führte in der 49. knapp 21:20, traf dann sieben Minuten später immer zum 22:20, während die Hausherren mit akuten Ladehemmungen zu kämpfen hatten. Als dann Marc Bardischewski in der 58. noch eine Zeitstrafe kassierte, war die Messe gelesen. Bergkamen schaukelte die Führung über die Zeit und feierte nach dem Abpfiff lautstark einen hart erkämpften Auswärtssieg.

Seit Friedhelm Ziel das Ruder übernommen hat, ist die HSV kaum wiederzuerkennen. Dass der Mann keine Wunder bewirken kann, ist verständlich. Aber wie die Mannschaft seitdem auftritt, ist erstaunlich. Die größten Fortschritte haben seine Schützlinge zweifelsohne in der Abwehr gemacht. Seit die Verteidigung ihren Namen verdient, hat es auch Meckel leichter. Gegen Bergkamen war er der überragende Mann, hielt aus dem Rückraum, parierte Marken, Gegenstöße und Hochkaräter.

„Angriffstaktisch sind wir leider noch nicht so weit, wie wir sein müssten“, meinte Friedhelm Ziel, der seinen Schützlingen ein Erfolgerlebnis gegönnt hätte. Aber, und das hat das Spiel gegen Bergkamen wieder gezeigt, die Verbandsliga verzeiht keine Schwächen. Und abgerechnet wird nach 60 und nicht, wie es Ziel gewünscht hätte, nach der 46. Minute.

Nichtsdestotrotz scheint die HSV auf einem guten Weg zu sein. Wenn die Abwehr weiterhin so ackert, die Fans hinter ihrem Team stehen und es so unterstützen wie gestern, dann ist es nur eine Frage der Zeit, bis der erste Favorit gegen das Ligaschlusslicht stürzt. - Von Markus Jentzsch

HSV: Meckel – Hurlbrink, Scheerer (3), Scheuermann (3), Lakic, van der Hurk (4), Bluhm, Burzlaff, Alissa, de Liello, Lengelsen (3), Fenner (1), Bardischewski (7/4)

HC: Stork, Domanski – Nowaczyk (5/1), Moog (1), Reininghaus, Terbeck (6), Rycharski (1), Warias, Webers (2), Bicker (8/2), Fröhling, Nomanski, Trost (1)

Zeitstrafen: HSV 5, HC 3

Schiedsrichter: Rietdorf/Röhrle (Bochum)

Zuschauer: 200

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