HSV gegen Siegen mit schwacher erster Hälfte

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Vor allem in der ersten Hälfte zog der RSVE Siegen der HSV Plettenberg/Werdohl davon. Erst in Durchgang zwei gelang es der Sieben von Trainer Friedhelm Ziel, die Partie enger zu gestalten.

Plettenberg - Niederlage hin oder her, HSV-Trainer Friedhelm Ziel bleibt Pragmatiker: „Ich will, dass wir über 60 Minuten unsere Leistung bringen.“ Und das hat Handball-Verbandsligist HSV Plettenberg/Werdohl beim 28:31 gegen den zugegebenermaßen starken RSVE Siegen nicht getan. Es war die erste Halbzeit, die Ziel schwer im Magen liegt.

Der Coach fragt sich, warum die Defensive, die in einigen Spielen bisher so grandios funktionierte, gegen Eiserfeld nicht an dieses Niveau heranreichte. Die Resonanz aus Reihen der Fans sei dennoch positiv gewesen, meinte der Coach, schließlich habe sich das Team nach der Pause aufgebäumt, gekämpft und den Rückstand deutlich reduziert.

Der Trainer aus Lüdenscheid musste aber erkennen, beziehungsweise anerkennen, dass sich die Krauses und Co. nicht so leicht ausrechnen lassen wie andere Klubs in der Verbandsliga – zwischen den Zeilen ein Lob Richtung Süden des Kreises.

Ein anderer Faktor sei die teils positionsabhängige Regelauslegung der Schiedsrichter gewesen, die Ziel nicht nachvollziehen konnte und direkt nach dem Abpfiff ein Gespräch mit dem Duo in schwarz suchte. Während auf den Außenpositionen leichte Berührungen von der Seite teils doppelt bestraft würden, ginge es im Abwehrzentrum deutlich ruppiger zur Sache – ohne entsprechende Bestrafungen. So bedauerte Ziel zum Beispiel, dass der Kopftreffer gegen van der Hurk nicht geahndet wurde.

Wer Friedhelm Ziel kennt, der weiß aber auch, dass er die Schuld selten bei anderen sucht. „Wir haben einfach zu viele technische Fehler gemacht. Ein Umstand, der häufig doppelt schmerzt. Wir machen selbst kein Tor, kassieren aber einen Gegenstoß“, rechnet der Taktiker vor und konkretisiert: „Bei engen Spielen können das spielentscheidende Fehler sein.“ Der eine oder andere Ballverlust mag Eiserfeld eingeladen haben, es war jedoch die Abwehr, die nicht funktionierte – mit Folgen. „Klar, dann stimmt auch die Abstimmung mit dem Torwart nicht mehr“, erklärt Ziel und macht deutlich, dass er vor dem wichtigen Spiel gegen den Emporkömmling Bommern (fünf Punkte aus den zurückliegenden drei Spielen) die Zeit nutzen werde, um die Abwehr auf Vordermann zu bringen.

Negative Begleiterscheinung des Kraftaktes gegen Siegen: Rückraumspieler Markus Bluhm zog sich einen Muskelfaserriss im Schienbeinmuskel zu und wird der HSV wohl mehrere Wochen nicht zur Verfügung stehen. Tobias Scharpe, der zuletzt in der Reserve aushalf, rückt damit wieder ins Aufgebot der ersten Mannschaft.

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