HSV verpasst mit 27:27 gegen OSC Dortmund Rang elf

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Durch das 27:27 gegen Dortmund vergaben Marcel Fenner und die HSV die letzte theoretische Chance auf Rang elf.

Plettenberg - In einer am Ende dramatischen Partie verspielte Handball-Verbandsligist HSV Plettenberg/Werdohl am Freitagabend die Chance, einer möglichen Relegation gegen den Abstieg noch zu entgehen. Die Sieben von HSV-Trainer Friedhelm Ziel trennte sich vom OSC Dortmund in Böddinghausen mit 27:27 (14:12) und kann damit Rang elf nicht mehr erreichen.

Die HSV begann mit viel Schwung, kam durch Tore von Jugoslav Lakic, Marc Bardischewski und Nils Scheuermann rasch zu einer 3:0-Führung (3.). Dortmund tat sich schwer, in die Partie zu finden. Erst beim Stand von 6:3 (8.) bekam Plettenberg/Werdohl allmählich Ladehemmung. Die Gäste drehten die Begegnung, gingen ihrerseits mit 8:6 in Führung (10.). Zu diesem Zeitpunkt nahm HSV-Trainer Friedhelm Ziel eine Auszeit, brachte Danilo Lekovic und Markus Winkelsträter ins Spiel, das dennoch eng blieb.

Bei der HSV zeigte sogar der ansonsten so souveräne Bardischewski Nerven, verwarf einen Siebenmeter – in dieser Saison ein seltenes Phänomen. Bis zum Stande von 9:9 (19.) lieferten sich die Teams ein Kopf-an-Kopf-Rennen. In der anschließenden Phase schlug bei den Gastgebern die große Stunde des Champions-League-erprobten Lekovic. Der 32-jährige Serbe bediente mehrfach stark Nils Scheuermann am Kreis, sodass die Ziel-Sieben sich auf 14:11 absetzte. Dortmund traf noch zum 14:12, ehe die ersten 30 Minuten beendet waren.

Die zweite Hälfte begann umgekehrt zur ersten. Dortmund startete mit drei Toren zum 14:15 aus HSV-Sicht. Die Hausherren glichen zum 15:15 aus, doch der OSC zog erneut auf drei Tore davon, ehe Plettenberg/Werdohl mit 18:18 egalisierte (40.). Danach wurde es ganz eng. Immer wieder lag das Team aus dem Ruhrgebiet mit einem Treffer vorn, immer wieder glich die HSV aus – bis zum 25:26 (58.). Die Schiedsrichter standen nach strittigen Entscheidungen zu Ungunsten der HSV in der Kritik.

Bei 27:26 nahm Ziel eine Auszeit (Ballverlust HSV). Es folgte die Auszeit des OSC zwölf Sekunden vor Schluss. Drei Sekunden vor Ende glich Dortmund aus. Das 28. HSV-Tor durch Lekovic mit der Schlusssirene wurde nicht anerkannt, weil die Mitte falsch ausgeführt worden sein soll. - Von Markus Jentzsch

HSV: Meckel – Scheerer (1), Scheuermann (3), Lakic (1), van der Hurk (3), Burzlaff (1), Winkelsträter (1), Alissa, de Liello, Lengelsen (3), Fenner (3), Bardischewski (6), Lekovic (5)

OSC: Brüske, Stumpf – Bonkowski Lepine (1), Hoffmann (3), Schürmann (7/2), Edeling, Bekston (4), Goracy (2), Polinski, Hümmecke (3), Lichte (5), Merschmann, Schmitz (1)

Zeitstrafen: HSV 2; Dortmund –

Schiedsrichter: Gante/Fröhlich (Attendorn/Hohenlimburg)

Zuschauer: 250

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