Der HSV gehen die Rückraumspieler aus

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Nach dem 29:29-Remis gegen Westerholt geht es für Markus Winkelsträter und die HSV Plettenberg/Werdohl am Samstag zum hoch eingeschätzten Tabellendritten aus Bergkamen.

Werdohl - Friedhelm Ziel gehen langsam die Rükraumspieler aus. Allem Anschein nach muss die HSV Plettenberg/Werdohl am Samstag (19.15 Uhr, Sporthalle am Friedrichsberg) beim schweren Auswärtsspiel der Handball-Verbandsliga gegen den HC TuRa Bergkamen nicht nur auf Lengelsen (Adduktoren-Zerrung), Scharpe (Knie-Operation) und Bluhm (muskuläre Probleme) verzichten, jetzt hat Oliver de Liello auch noch ein grippaler Infekt erwischt.

An Training war für den Routinier nicht zu denken, Coach Ziel hofft jedoch, dass de Liello am Samstag zumindest mitfährt und vielleicht für Kurzeinsätze zur Verfügung steht, um den ausgedünnten Rückraum entlasten zu können.

Zu allem Überfluss wartet ein Gastgeber auf die HSV, der vor Kraft strotzt. „Eine sehr routinierte Truppe, die einen klassisch guten Handball spielt und eine breite Bank hat. Zusammen mit Eiserfeld zählt Bergkamen zu den Teams, denen ich es zutraue, sich in der Oberliga zu behaupten“, sagt Friedhelm Ziel über den Tabellendritten.

Während die HSV personell auf dem Zahnfleisch geht, plant TuRa den Angriff auf die Spitze. Der Primus aus Dortmund hat an den vergangenen Spieltagen Boden eingebüßt. Eiserfeld und Berkamen sitzen den Bierstädtern mit einem beziehungsweise zwei Punkten Abstand direkt im Nacken. Allerdings hat Bergkamen wie Dortmund einen Fehlstart zu Jahresbeginn zu verbuchen, stolperte beim 38:42 in Hattingen.

Im Hinspiel lieferte sich die HSV mit Bergkamen einen packenden Kampf auf Augenhöhe, verlor erst Ex-Torhüter Kämmerer (Kreuzband-Verletzung) und am Ende 32:34. Ziel kann sich noch genau erinnern, dass alles gegen sein Team lief. Bergkamen provozierte Zeitstrafen, nutzte den Vorteil dann konsequent aus und profitierte von manch fragwürdiger Schiedsrichterentscheidung.

Das alles muss am Samstagabend aus den Köpfen heraus. Gerade wenn die Ausgangslage, wie beispielsweise gegen Dortmund, scheinbar aussichtslos erscheint, spielen Herz und der kollektive Zusammenhalt eine ganz entscheidende Rolle. „Ich sehe uns nicht als Punktelieferant. Wir arbeiten zwar im Grenzbereich, aber die Mannschaft hat eine Kämpfermentalität“, weiß der HSV-Coach.

423 Treffer haben Nowaczyk (119/49), Terbeck (91) und Co. bisher erzielt, so viele wie kein anderer Verbandsligist. „Sie fahren mehr Angriffe als andere, rasen nicht wie Hattingen hinten heraus, erzeugen aber aus der ersten und zweiten Welle extrem viel Druck. Ein Spezialistenwechsel unsererseits wird bei diesem Konzept schwer möglich. Wie müssen mal sehen“, sagt Ziel.

HSV: Meckel, Gerstberger – Alissa, van der Hurk, Traumüller, Lakic, de Liello (?), Scheuermann, Bardischewski, Winkelsträter, Esser, Scheerer

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