HSV Plettenberg/Werdohl mit neuem Mut nach Haltern

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Auf Pierre van der Hurk und Marc Bardischewski wartet am Samstagabend im Sportzentrum Haltern ein Gegner mit Format. Laut HSV-Trainer Friedhelm Ziel zeichnet den HSC ein ausgefeiltes Angriffskonzept aus.

Werdohl - „Respekt“, sagt der neue HSV-Trainer Friedhelm Ziel mit Blick auf die Qualitäten des nächsten Gegners. Obwohl der HSC Haltern-Sythen „nur“ an siebter Stelle rangiert, weiß Ziel ganz genau, was ihn und seine Mannschaft Plettenberg und Werdohl am Samstagabend ab 19.30 Uhr erwartet.

„Eine richtig gute Verbandsligamannschaft mit einem ausgezeichneten Angriffskonzept – und einem wurfgewaltigen Rückraumlinken“, kündigt der Trainer der HSV an.

Gemeint ist damit HSC-Torjäger Mazur. Respekt hat Ziel vor allem vor den Offensivqualitäten des Kontrahenten, der schon schwere Herausforderungen hinter sich hat und sich wahrscheinlich nun darauf konzentriert, sein Konto aufzubessern.

Mazur ist zweifelsohne der Spieler, den man ausschalten muss, will man eine Chance haben. Aber Westphal, Schrief und Spielmacher Engberding müssen Bardischewski und Co. ebenfalls auf dem Schirm haben, denn vorne ist der HSC wahrlich gut aufgestellt. Schwächen hat Friedhelm Ziel eher im Deckungsbereich ausgemacht.

Und diese Schwächen will er ausnutzen. Standardmäßig bevorzugt Haltern das 6:0-System, Ziel schließt nicht aus, dass der HSC wie gegen Riemke auf eine 5+1-Formation umstellt. Sollte zum Beispiel Bardischewski einen Manndecker verordnet bekommen, stehen die anderen Akteure in der Pflicht, den dadurch breiter gestaffelten Verband „auseinander zu nehmen“.

Friedhelm Ziel hat wieder viel Zeit und Arbeit in eine perfekte Vorbereitung auf den nächsten Gegner investiert und seiner Mannschaft klargemacht, dass Haltern zwar stärker als Höchsten einzuschätzen ist, seine HSV aber keineswegs chancenlos an den See reist. „Wir müssen mutig nach vorne spielen, klug verteidigen und unsere Angriffskonzeptionen umsetzen. Dann sind wir im Spiel“, ist der neue Mann am HSV-Ruder überzeugt.

Der Auftritt seiner Sieben gegen Höchsten hat dem Coach gezeigt, dass die HSV auf dem richtigen Weg ist. „Die Art und Weise, wie mein Team über 60 Minuten aufgetreten ist, hat mich überzeugt“, meint Ziel mit Blick auf den zurückliegenden Spieltag – und den ersten Sieg der Saison.

Mit Blick auf die Tabelle täten Plettenberg/Werdohl ein oder zwei Bonuspunkte richtig gut. Dann bestünde die Möglichkeit, die Rote Laterne abzugeben, ein Zeichen zu setzen und die Konkurrenz, die die HSV zum großen Teil als Abstiegsfavorit handelt, vom Gegenteil zu überzeugen. „Haltern, wir kommen“, heißt es im mutiger gewordenen HSV-Lager. - Von Markus Jentzsch

HSV: Meckel, Schäfer – Fenner, Bluhm, Fischer, Lakic, van der Hurk, Alissa, Lengelsen, Hurlbrink, de Liello, Bardischewski, Burzlaff, Scheerer, Scheuermann

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