HSV startet mit Gastspiel in Haltern in den Endspurt

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Widrige Umstände in der Spielvorbereitung brachten der HSV Plettenberg/Werdohl bereits die knappe Heimniederlage gegen Oberaden ein. In Haltern hoffen Trainer Ziel und seine Mannen, den Bedingungen zu trotzen.

Werdohl - Den bescheidenen Rahmenbedingungen zum Trotz rückt Trainer Friedhelm Ziel vom Handball-Verbandsligisten HSV Plettenberg/Werdohl von seinen Planungen nicht ab. Er will bis Weihnachten noch vier Punkte einsammeln. Keine leichte Aufgabe, beginnt der Jahresendspurt doch am Samstag mit dem schweren Auswärtsspiel beim HSC Haltern-Sythen (19.30 Uhr, Schulzentrum Haltern).

Eine Woche darauf steht für die Ziel-Sieben noch das Duell mit dem OSC Dortmund an. Auf dem Papier steht Ziel fast ein kompletter Kader zur Verfügung. Allerdings ist dieser von einem einwandfreien Zustand weit entfernt. Aber der Coach bereitet seine Schützlinge, so weit es deren Gesundheitszustand zulässt, optimal auf den HSC vor. „Die sind engagiert und rennen“, lautet Ziels erste Aussage über Halterns Ensemble um Torjäger Julian Schrief (88 Treffer) im Vier-Punkte-Spiel.

Haltern befindet sich aktuell im Aufwind – so wie das komplette hintere Ende des Klassements. „Da gibt sich keiner auf. Vielmehr scheinen sich alle aufzubäumen“, stellt Ziel fest. Oberaden, derzeit Tabellensiebter und damit optisch im gesicherten Mittelfeld, trennt nur ein Punkt vom Vorletzten, dem TuS Hattingen. Und Schlusslicht Vest Recklinghausen ist mit weiteren zwei Punkten Abstand ebenfalls noch lange nicht aus dem Rennen. In der Verbandsliga herrscht eine immense Spannung und mit jedem Spieltag kann die Reihenfolge komplett neu gemischt werden. Speziell Haltern spürt im Gegensatz zur HSV den Rückenwind. Die HSV verlor zuletzt in Senden und dann am Riesei gegen Oberaden, während Haltern zuhause gegen Herne (30:26) und dann in Hattingen (32:27) doppelt punktete.

Natürlich ist Friedhelm Ziel bewusst, wie viel am Samstagabend auf dem Spiel steht. Es geht um zwei Punkte, es geht aber auch darum, Selbstvertrauen zu tanken. Denn am Ende, nach 26 Spieltagen, werden sich die Starken behaupten.

Im Gegensatz zur zurückliegenden Spielzeit hat sich Halterns Abwehr deutlich stabilisiert. „Die stehen sicher im 6:0-Verband, können aber auch 5:1 und 4:2 verteidigen“, listet Ziel auf. Vorne konzentriert sich vieles auf Schrief. Als massigen, aber technisch äußerst versierten Shooter bezeichnet der HSV-Coach den HSC-Hauptprotagonisten.

Mittel, um in Haltern zu bestehen, gibt es einige. „Wir spielen auswärts. Das darf uns nicht stören. Wir müssen so motiviert wie am Riesei spielen, dann haben wir auch eine realistische Chance“, ist Ziel überzeugt, dass mit einer passenden Tagesform Teil eins der Weihnachtsvorbereitungen erfolgreich abgehakt werden kann.

HSV: Gerstberger, Meckel – Alissa, van der Hurk, Bluhm, Traumüller, Lakic, Lengelsen, de Liello, Scheuermann, Winkelsträter, Bardischewski, Esser, Scheerer

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